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Vollzeitjob oder 2 Halbtagsstellen? Das entscheiden Sie allein

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Arbeitsrecht

Von Günter Stein,

Frage: Wir haben eine Vollzeitstelle in 2 Halbtagsstellen aufgeteilt, um die dadurch frei gewordene 2. Halbtagsstelle mit einer neuen Mitarbeiterin zu besetzen.

Die bisherige Mitarbeiterin besteht jedoch auf ihrer Vollzeitstelle. Zu Recht?

Als Arbeitgeber steht es Ihnen frei, eine Vollzeitstelle in 2 Halbtagsstellen aufzuteilen und die dadurch frei werdende 2. Halbtagsstelle mit einem neuen Mitarbeiter zu besetzen. Dabei können Sie sich auf das Bundesarbeitsgericht berufen (BAG, Urteil vom 22.04.2004, Az.: 2 AZR 385/03). In dem verhandelten Fall hatte ein Geschäftsführer die Vollzeitstelle einer Mitarbeiterin in 2 Teilzeitstellen umgewandelt. Die Mitarbeiterin mit der Vollzeitstelle erhielt eine Änderungskündigung mit entsprechender Reduzierung des Gehalts. Für die neu geschaffene 2. halbe Stelle wurde eine weitere Mitarbeiterin eingestellt. Dieses Vorgehen war laut BAG völlig in Ordnung. Eine betriebliche Umorganisation, die dazu führt, dass sich für einen Arbeitsplatz andere Arbeitszeiten ergeben, ist eine unternehmerische Entscheidung. Und diese steht in Ihrem Ermessen als Arbeitgeber. Selbst dann, wenn die Umorganisation nicht zwingend erforderlich war.

Praxis-Tipp: In einer früheren Entscheidung hat das BAG betont, dass unternehmerische Entscheidungen lediglich daraufhin überprüft werden können, ob sie offensichtlich unsachlich, unvernünftig oder willkürlich sind. An diesen „Strohhalm“ klammern sich betroffene Mitarbeiter allzu gern. Als Arbeitgeber lassen Sie von vornherein „nichts anbrennen“, wenn Sie die Gründe für die betriebliche Umstrukturierung detailliert dokumentieren.

 

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