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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Wenn ein Azubi stiehlt, ist eine Kündigung fast immer gerechtfertigt

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Arbeitsrecht Kündigung

Von Günter Stein,

So leicht eine Kündigung in der Probezeit möglich ist, so schwierig wird es im Anschluss daran.

Es sei denn, der Auszubildende hat eindeutig einen wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung „geliefert“. Diebstahl beispielsweise kommt als wichtiger Grund in Frage.

Kündigung: Azubi stiehlt eine Geldbörse

Beispiel: Der Azubi stiehlt die Geldbörse eines Arbeitskollegen und das Vergehen wird ihm nachgewiesen. Hier ist die Faktenlage für die Gerichte eindeutig: Eine Kündigung ist gerechtfertigt.

Diebstahl im Allgemeinen kann somit eine außerordentliche Kündigung von Auszubildenden rechtfertigen – das gilt zumindest in fast allen Fällen. Ist die Tat aber als geringfügig einzustufen, wird eine Kündigung von den Gerichten mit Sicherheit zurückgewiesen.

Kündigung: Azubi entwendet zwei Bonbons aus einer Dose

Beispiel: Ein Auszubildender entwendet 2 Bonbons aus der gefüllten Dose auf dem Schreibtisch eines Kollegen. Hier liegt zwar auch Diebstahl vor, aber nach gängiger Rechtsprechung kommt eine fristlose Kündigung wegen Geringfügigkeit nicht in Frage.

Und wenn die Rückzahlung angeblich beabsichtigt ist… Liegt Geringfügigkeit nicht vor und folgt eine fristlose Kündigung auf dem Fuße, dann nutzt es dem Dieb auch nichts, wenn er das Geld angeblich zurückzahlen wollte. Das hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz entschieden (Az. 9 Sa 662/07 vom 25.1.2008).

Kündigung: Mitarbeiter hatte 600 Euro entwendet

Der Fall: Konkret hatte ein Mitarbeiter 600 € der betrieblichen Kaffeekasse entnommen. Der Arbeitgeber kam dahinter und kündigte ohne Abmahnung und fristlos. Arbeitnehmer und Betriebsrat hielten das für übertrieben und hatten mit der Klage vor dem Arbeitsgericht zunächst Erfolg. Das Landesarbeitsgericht sah in dem Vorgehen dagegen eine schwere Pflichtverletzung und bezeichnete die Kündigung als rechtmäßig.

Auf die Rechtsprechung bei Ausbildungsverhältnissen übertragen bedeutet das: Mit Sicherheit liegt hier keine Geringfügigkeit vor. Daher ist ein wichtiger Grund im Sinne des Berufsbildungsgesetzes gegeben. Die bloße Behauptung, man wollte das Geld zurückgeben, dürfte auch zur Entlastung eines Auszubildenden nicht ausreichen.

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