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In 7 Schritten zur rechtssicheren Kündigung! Das Kündigungsschutzgesetz besagt, dass Sie einem Mitarbeiter nur dann kündigen dürfen, wenn dies aus...

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Wer mit dem Hammer nach dem Chef wirft, fliegt fristlos

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Arbeitsrecht Kuendigung

Von Günter Stein,

Zwischen dem Mitarbeiter eines Handwerksbetriebs und seinem Vorgesetzten kam es zu einem Streit. Nachdem die beiden sich in der zu renovierenden Wohnung nicht über den genauen Arbeitsplan einigen konnten, ...

Zwischen dem Mitarbeiter eines Handwerksbetriebs und seinem Vorgesetzten kam es zu einem Streit. Nachdem die beiden sich in der zu renovierenden Wohnung nicht über den genauen Arbeitsplan einigen konnten, warf der Arbeitnehmer einen Hammer auf Brusthöhe gegen seinen Vorgesetzten. Der konnte aber rechtzeitig zur Seite springen, so dass ihn der Hammer verfehlte. Der Arbeitgeber kündigte daraufhin dem Mitarbeiter fristlos.

Das Arbeitsgericht (ArbG) Frankfurt bestätigte die Entlassung. Die Attacke stelle einen nicht wieder gutzumachenden Verstoß gegen arbeitsvertragliche Loyalitätspflichten dar. Trotz der 30-jährigen Betriebszugehörigkeit sei daher auch eine vorherige Abmahnung entbehrlich.ArbG Frankfurt a. M., Urteil vom 09.03.2005, Az.: 6 Ca 7381/04

Bei tätlichen Angriffen können Sie kündigen

Leider sind massive Beleidigungen und Tätlichkeiten gegenüber Vorgesetzten oder gar gegen Sie als Arbeitgeber nicht mehr selten. Derartige Ausfälle seitens Ihrer Mitarbeiter stellen regelmäßig einen wichtigen Grund zur fristlosen Kündigung dar, weil sie eine nachhaltige Störung des Betriebsfriedens nach sich ziehen. Da ohne drastische Konsequenzen Ihre Autorität gegenüber Ihren Mitarbeitern nachhaltig leidet, ist im Regelfall auch eine vorherige Abmahnung entbehrlich. So hat auch im konkreten Fall das Arbeitsgericht betont, dass es nicht sein könne, dass ein Mitarbeiter einen Hammerwurf gegen den Chef frei hat.

Checkliste: Kündigung wegen Tätlichkeiten

Wenn Sie alle Fragen der nachfolgenden Checkliste mit Ja beantworten, können Sie wegen eines tätlichen Angriffs oder massiver Beleidigungen die fristlose Kündigung aussprechen.

 JaNein
War der tätliche Angriff oder die Beleidigung so schwerwiegend, dass das Vertrauensverhältnis und der Betriebsfrieden nachhaltig gestört wurden?
?

?
Ist Ihnen deshalb die Weiterbeschäftigung (auch nur bis zum Ablauf der Kündigungsfrist) unzumutbar?
?

?
Ist vorauszusehen, dass auch eine Abmahnung z. B. wegen Wiederholungsgefahr keinen Erfolg haben wird?
?

?
Können Sie den Vorfall auch sicher beweisen?
?

?
Sind seit dem Zeitpunkt, in dem Sie von dem Vorfall erfahren haben, noch keine 2 Wochen vergangen?
?

?
Haben Sie die Kündigung schriftlich erklärt und den rechtzeitigen Zugang sichergestellt?
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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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