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7 wichtige Tipps: Darauf müssen Sie bei Arbeitsverträgen besonders achten

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Arbeitsrecht Arbeitsvertrag

Von Günter Stein,

Gute Arbeitsverträge bewähren sich – wie alle anderen Verträge auch – dann, wenn es zum Streitfall kommt. Deshalb sollten Sie genau wissen, auf welche Stolpersteine Sie bei einem Arbeitsvertrag gefasst sein sollten. Das gilt sowohl für die Arbeitsverträge, die Sie mit neuen Mitarbeitern vereinbaren – denn auch die Personalabteilungen arbeiten nicht immer perfekt –, als auch für Ihre eigenen künftigen Arbeitsverträge.

1. Das gilt grundsätzlich:

Beim Einzelarbeitsvertrag besteht weitgehend Gestaltungsfreiheit, die jedoch von Gesetzen und Tarifverträgen eingeschränkt wird. Vertragsklauseln, die die gesetzlichen Mindeststandards nicht erfüllen, sind nichtig. Wird ein Sachverhalt innerhalb eines Arbeitsvertrags auf unterschiedliche Weise geregelt, so kommt die für den Arbeitnehmer günstigere Regelung zum Tragen. Einen Arbeitsvertrag müssen Sie Ihrem Mitarbeiter spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses aushändigen.

Üblich ist, alle Punkte aufzunehmen, die im Laufe des Arbeitsverhältnisses von Bedeutung sein können. Achten Sie auf präzise und eindeutige Formulierungen.

2. Das sollten Sie beim Gehalt bedenken:

Fixieren Sie nicht nur die vereinbarte Vergütung schriftlich, sondern auch eine eventuelle Erhöhung nach Ende der Probezeit und eine Anpassung an die steigenden Lebenshaltungskosten.

3. Beschreiben Sie die Tätigkeit genau

Je genauer Berufsbezeichnung und Tätigkeit umschrieben sind, desto eher können Sie lästige Meinungsverschiedenheiten, was zum Aufgabengebiet Ihres Mitarbeiters gehört und was nicht, vermeiden. Den nötigen Änderungsspielraum sichern Sie sich durch einen Vorbehalt, der Ihnen erlaubt, Ihren Mitarbeiter ggf. auch mit anderen Aufgaben zu betrauen. Wenn es um Ihren eigenen Arbeitsvertrag geht, sollten die Tätigkeiten auf jeden Fall so detailliert wie möglich beschrieben sein. So können Sie Aufgaben ablehnen, die nicht Ihrer Qualifikation entsprechen oder geringer bezahlt sind.

4. Das müssen Sie bei der Probezeit beachten:

Die ersten 6 Monate eines neuen Jobs können Sie als Probezeit vereinbaren. Das wird regelmäßig auch so gemacht. Während dieser kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von 2 Wochen jederzeit gekündigt werden. Aus Arbeitnehmersicht ist es für Sie empfehlenswert, eine längere Kündigungsfrist auszuhandeln, möglicherweise einen Monat zum Monatsende. Nach 6 Monaten tritt in Betrieben mit mehr als 10 fest angestellten Vollzeit-Mitarbeitern unabhängig von der Probezeit Kündigungsschutz ein.

5. Formulieren Sie eine genaue Überstunden-Regelung

Denn dieses Thema birgt immer Streit-Potenzial. Legen Sie genau fest, in welchem Ausmaß Mehrarbeit zu leisten ist und welche Zuschläge der Arbeitgeber dafür zu zahlen bereit ist.

6. Regeln Sie den Urlaubsanspruch exakt

In Sachen Urlaub stehen dem Arbeitnehmer gesetzlich 24 Werktage zu (§ 3 Bundesurlaubsgesetz (BurlG)), allerdings gibt es den vollen Urlaubsanspruch erst nach einer Wartezeit von 6 Monaten (§ 4 BUrlG).Empfehlenswert ist eine Vereinbarung zur Übertragung des Urlaubsanspruchs. Sonst droht dieser spätestens zum 31.März des Folgejahres zu verfallen.

7. Vergessen Sie die Versetzungsklausel nicht

Dem Arbeitnehmer können gleichwertige Arbeiten an einem anderen Ort übertragen werden. Das heißt, er muss akzeptieren, wenn er versetzt wird, solange ihm dies zumutbar ist.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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