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Arbeiten auf Abruf: So sieht ein rechtssicherer Arbeitsvertrag aus

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Urheber: eccolo | Fotolia

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir möchten bei den Aushilfsarbeitsverhältnissen möglichst flexibel bleiben und zukünftig verstärkt „Arbeit auf Abruf“ nutzen. Allerdings kursieren im Internet höchst unterschiedliche Vertragsmuster. Da wir nichts falsch machen wollen: Können Sie ein Vertragsmuster vorstellen?

Muster eines Arbeitsvertrages für "Arbeiten auf Abruf"

Die Antwort: Gerne – hier ist es:

Abrufarbeitsvertrag zwischen

Arbeitgeber ………………………… und Arbeitnehmer ………………

§ 1 – Aufgabe

Der Arbeitnehmer wird als Aushilfskraft Auftragsannahme eingestellt. Das Arbeitsgebiet des Arbeitnehmers umfasst folgende Aufgaben:

Telefonische Annahme des Kundenauftrags und Weiterleitung des Auftrags an den zuständigen Sachbearbeiter.

§ 2 – Dauer/Beendigung

Das Arbeitsverhältnis beginnt am 1.1.2010 und ist unbefristet. Die ersten 3 Monate des Arbeitsverhältnisses gelten als Probezeit. Es gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen.

§ 3 – Umfang der Arbeitsleistung

Der Arbeitnehmer hat seine Arbeit entsprechend den betrieblichen Anforderungen zu erbringen. Die Entscheidung über den Zeitpunkt und den Umfang des Arbeitseinsatzes trifft allein der Arbeitgeber.

§ 4 – Arbeitszeit

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 10 Stunden, verteilt auf 2 Wochentage. Die tägliche Arbeitszeit beträgt mindestens 3 Stunden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, dem Arbeitnehmer die Arbeitszeit mindestens 4 Tage im Voraus mitzuteilen. Der Arbeitnehmer erklärt sich bereit, im Falle betrieblicher Notwendigkeit bis zu 3 Überstunden pro Woche zu leisten.

§ 5 – Vergütung

Der Arbeitnehmer erhält eine Bruttostundenvergütung von 10,23 € (alternativ: eine monatliche Bruttovergütung von 440 €). Die Vergütung ist jeweils am Letzten des Monats fällig.

Die Zahlung der Vergütung erfolgt bargeldlos. Der Arbeitnehmer wird dem Arbeitgeber innerhalb von 10 Tagen nach Beginn des Arbeitsverhältnisses eine Kontoverbindung mitteilen.

§ 6 – Urlaub

Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf 8 Arbeitstage Urlaub jährlich. Die Lage des Urlaubs ist mit dem Arbeitgeber abzustimmen.

§ 7 – Änderungen/Nebenabreden

Änderungen und/oder Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Mündliche Vereinbarungen über die Aufhebung der Schriftform sind nichtig.

§ 8 – Salvatorische Klausel

Sollten Bestimmungen dieses Vertrags ganz oder teilweise nicht rechtswirksam sein, bleiben die übrigen Vertragsbestimmungen davon unberührt.

Ort, Datum: Frankfurt, 3.12.2010

.............................. ..............................

Arbeitgeber

Arbeiten auf Abruf: Im Arbeitsvertrag noch keine bestimmten Tage festlegen

Achtung: Sie müssen sich im Arbeitsvertrag noch nicht festlegen, an welchen Tagen Ihr Mitarbeiter arbeiten soll. Im Arbeitsvertrag halten Sie nur die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit fest. Ohne entsprechende Regelung gilt eine Wochenarbeitszeit von 10 Stunden als vereinbart (§ 12 Abs. 1 Satz 3 TzBfG). Die vertraglich bzw. gesetzlich vorgesehene Wochenarbeitszeit müssen Sie vergüten, unabhängig vom tatsächlichen Abruf. Sie können im Vertrag festlegen, wie viele Stunden täglich Ihr Mitarbeiter arbeiten muss. Haben Sie keine Regelung getroffen, müssen Sie die Arbeitsleistung mindestens für 3 aufeinanderfolgende Stunden in Anspruch nehmen. Vertraglich können Sie aber auch weniger Stunden pro Tag vereinbaren. Ihr Mitarbeiter ist nur dann zur Arbeit verpflichtet, wenn Sie ihm mindestens 4 Tage vorher mitteilen, an welchem Tag Sie ihn für wie lange benötigen (§ 12 Abs. 2 TzBfG). Hier lohnt sich ein Blick in Ihren Tarifvertrag: Denn tarifvertraglich ist eine Verkürzung möglich.

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