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Arbeitsvertrag mit freien Mitarbeitern: Vorsicht vor Scheinselbstständigkeit

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Von Günter Stein,

Die Wirtschaftslage wird immer unberechenbarer. Viele Unternehmen scheuen sich deshalb, in Zeiten guter Auftragslage gleich neue Mitarbeiter in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen.

Arbeitsvertrag: Vorteile von Freelancern

Zu schnell kann der Wind sich drehen und dann ist das Unternehmen mit hohen fixen Kosten belastet. Deshalb ist heute bei vielen Unternehmen die freie Mitarbeit, das Freelancing, weit verbreitet. Das heißt: Ein freier Mitarbeiter arbeitet für Sie in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko.

Folgende Vorteile bringt die Beschäftigung eines freien Mitarbeiters:

  1. Sie dürfen die Zusammenarbeit mit einem Freien ohne jede Einschränkung befristen.
  2. Der Freelancer bekommt von Ihnen keinen bezahlten Urlaub, keine bezahlten Krankheitstage und Sie brauchen sich nicht um Elternzeit oder Mutterschaftsgeld zu kümmern.
  3. Auch das Thema Kündigungsschutz entfällt bei dieser Art von Zusammenarbeit.
  4. Ihr Unternehmen zahlt keine Sozialversicherungsbeiträge und keine Lohnsteuer, sondern ausschließlich das Honorar.

 

Gefahren beim Abschluss von Arbeitsverträgen mit freien Mitarbeitern

Eine schriftliche Vereinbarung über die Zusammenarbeit mit einem freien Mitarbeiter empfiehlt sich grundsätzlich. Denn im Streitfall können Sie vor Gericht Ihre Vereinbarungen nachweisen. Allerdings beginnen beim Vertrag auch die Gefahren einer freien Mitarbeit für Ihr Unternehmen. Denn wenn Sie im Vertrag arbeitnehmerähnliche Verpflichtungen einfordern, droht die Scheinselbstständigkeitsfalle und Ihr Unternehmen muss unter Umständen erhebliche Nachzahlungen an das Finanzamt und die Sozialversicherungsträger leisten. Damit Sie diesem Risiko vorbeugen, müssen Sie bei den vertraglichen Formulierungen sehr vorsichtig sein:

  1. Achten Sie auf die zeitliche Beanspruchung. Wenn Sie von Ihrem Freelancer vertraglich einen so hohen zeitlichen Arbeitsumfang einfordern, dass es ihm nicht möglich ist, einer weiteren Tätigkeit nachzugehen, entsteht der Status einer wirtschaftlichen Abhängigkeit und damit ein arbeitnehmerähnliches Arbeitsverhältnis. Wichtig: Ihr freier Mitarbeiter muss mindesten 1/6 seiner Gesamteinkünfte von mindestens einem anderen Auftraggeber erhalten. Dann entgehen Sie der Gefahr einer arbeitnehmerähnlichen Tätigkeit.
  2. Gewähren Sie dem Freien im Vertrag keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und keinen bezahlten Urlaub und verpflichten Sie ihn nicht, seinen Urlaub bei Ihnen zu beantragen. Auch das weist auf ein Arbeitnehmerverhältnis hin.
  3. Räumen Sie sich als Führungskraft kein Weisungsrecht ein. Denn die Tätigkeit eines Selbstständigen zeichnet sich durch die freie inhaltliche Gestaltung der Arbeit aus. Sie dürfen also lediglich Auftragsvorgaben machen.

Wie er diesen Auftrag allerdings ausführt, liegt in seinem Ermessen. Detaillierte Tätigkeitsbeschreibungen und ausführliche Arbeitsanweisungen sind tabu.

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