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Betriebliche Arbeitsbedingungen im Nachhinein ändern - so geht's!

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Urheber: Coloures-pic | Fotolia

Von Günter Stein,

So manchen Arbeitnehmer ist der „Status Quo“ lieb und teuer. Das macht es manchmal so schwer, Arbeitsbedingungen zu ändern. Widerstände sind vorprogrammiert. Aber auch wenn Sie schon Arbeitsverträge abgeschlossen haben, bei denen Sie möglicherweise auf eine Flexibilisierung mehr oder weniger unfreiwillig verzichtet haben, ist noch nicht alles verloren.

Für die Wahrung Ihrer Flexibilität als Arbeitgeber ist die Gestaltung des Arbeitsvertrags ganz entscheidend. Doch auch in einem laufenden Arbeitsverhältnis gibt es noch Möglichkeiten, Ihre Flexibilität als Arbeitgeber zu erhöhen:

Stufe 1: Schöpfen Sie Ihr Direktionsrecht aus

Zunächst sollten Sie schauen, wie Sie die Aufgaben Ihres Mitarbeiters im Wege Ihres Direktionsrechts ändern können. Das wäre der einfachste und schnellste Weg zum Ziel. Studieren Sie deshalb aufmerksam den Arbeitsvertrag.

Stufe 2: Streben Sie eine einvernehmliche Lösung an

Wenn Sie Ihr Direktionsrecht genau überprüft haben und zu dem Ergebnis kommen, dass die von Ihnen angestrebte Aufgabenzuweisung davon nicht mehr erfasst wird, sollten Sie auf eine einvernehmliche Lösung mit Ihrem Mitarbeiter hinarbeiten. Denn die nächste in Betracht kommende einseitige Maßnahme wäre eine Änderungskündigung. Diese aber zieht mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit eine gerichtliche Auseinandersetzung nach sich.

Wenn Sie eine Einigung mit Ihrem Mitarbeiter erzielt haben, sollten Sie diese Sicherheitshalber auch schriftlich festhalten.

Stufe 3: Wenn eine Einigung nicht möglich ist, bleibt die Änderungskündigung

Wenn die von Ihnen beabsichtigte Änderung der Aufgaben sich nicht mehr im Bereich Ihres Direktionsrechts bewegt und Sie auch keine einvernehmliche Einigung mit Ihrem Mitarbeiter erzielen können, bleibt Ihnen als aufwändigster Eingriff nur noch der Ausspruch einer Änderungskündigung.

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Eine Änderungskündigung besteht juristisch gesehen aus 2 Einzelbestandteilen, nämlich

  • einer ganz normalen (Beendigungs-)Kündigung und
  • einem gleichzeitigen Angebot zur Fortführung des Arbeitsverhältnisses unter bestimmten, geänderten Bedingungen.

Aussehen könnte sie so:

Sehr geehrter Herr M.,

hiermit kündigen wir das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis zum nächstmöglichen Termin. Dies ist der 30.09.2015.

Gleichzeitig bieten wir Ihnen an, das Arbeitsverhältnis ab 01.10.2015 zu folgenden Konditionen fortzusetzen:

Stellenbeschreibung: …
Arbeitsort: …
Arbeitszeit: …
Vergütung: …
Urlaub: …

Falls Sie Interesse an der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu den geänderten Bedingungen haben, senden Sie bitte den beigefügten, von unserem Personalleiter bereits unterschriebenen Arbeitsvertrag gegengezeichnet bis zum 10.06.2015 zurück.

Mit freundlichen Grüßen

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