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Das sind Sie: Die 6 unumstößlichen Grundsätze für eine rechtssichere Befristung

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Von Günter Stein,

Es kommt immer häufiger vor, dass Mitarbeiter, die Sie nur auf Basis eines befristeten Arbeitsvertrags beschäftigen, nach Ablauf der Befristung versuchen, sich in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu klagen. Zwar haben sie dafür nur 3 Wochen Zeit – doch der Teufel steckt im Detail:

 

Die 3-Wochen-Frist zur Klageerhebung beginnt mit dem Beschäftigungsende. Doch nun stellen Sie sich folgenden Fall vor:
Frau Susanne Müller ist als Elternzeitvertretung von Frau Hammer bei Ihnen eingestellt. Frau Hammer kehrt nun zurück. Damit sie gut eingearbeitet wird, lassen Sie Frau Müller noch eine Woche mit ihr gemeinsam arbeiten.
Hier sind dann gleich 2 Fehler passiert:

  1. Rein rechtlich haben Sie das Arbeitsverhältnis von einem befristeten in ein Unbefristetes verwandelt – denn die Befristung lief nur bis zur Rückkehr von Frau Hammer.
  2. Die 3-Wochen-Frist, falls Frau Müller Ihren Fehler bemerkt und Klagen möchte, hat sich ebenfalls verlängert. Sie beginnt nicht am Tag der Rückkehr von Frau Hammer, sondern am letzten Arbeitstag von Frau Müller (BAG, Az. 7 AZR 6/11).

 

 

Meine Empfehlung:
Als Arbeitgeber haben Sie es selbst in der Hand, ob Sie nach 3 Wochen Sicherheit haben oder nicht. Das heißt vor allem: Beschäftigten Sie Arbeitnehmer niemals über das ursprünglich vereinbarte Befristungsende hinaus! Und: Orientieren Sie sich an den folgenden 6 unumstößlichen Grundsätzen für befristete Arbeitsverträge, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein:

Die unumstößlichen Grundsätze für befristete Arbeitsverträge

  1. Vereinbaren Sie die befristete Zusammenarbeit immer schriftlich – und zwar vor Beginn der Tätigkeit!
  2. Nehmen Sie eine Verlängerung des befristeten Vertrags immer vor Ablauf der Befristung vor. (Andernfalls gilt die Verlängerung als neuer befristeter Vertrag, für den Sie dann einen Sachgrund benötigen, weil der Mitarbeiter bereits für Sie tätig war.)
  3. Außerdem sollten Sie auch die Verlängerung immer schriftlich abschließen.
  4. Ändern Sie bei einer Verlängerung auf keinen Fall die Vertragsbedingungen. (Denn sonst handelt es sich um einen neuen befristeten Arbeitsvertrag, der dann nur noch mit Sachgrund geschlossen werden kann. Unproblematisch ist es allerdings, wenn Sie Vertragsbedingungen nur an die zum Zeitpunkt der Verlängerung geltende Rechtslage anpassen oder wenn Sie Arbeitsbedingungen vereinbaren, auf die der befristet beschäftigte Arbeitnehmer einen Anspruch hat.)
  5. Beschäftigen Sie Ihren Mitarbeiter keinesfalls über das Ende des Befristungszeitpunkts hinaus.
  6. Legen Sie sich befristete Arbeitsverträge immer gut drei bis vier Wochen vor dem vereinbarten Beendigungszeitpunkt auf Wiedervorlage. Dann übersehen Sie nichts. Prüfen Sie dabei immer auch die offenen Zeitguthaben!

 

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