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Mündlich geschlossene Arbeitsverträge gelten auch, aber …

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Von Günter Stein,

Die Frage: Immer wieder hört man, dass Arbeitsverträge auch mündlich zustande kommen können. Stimmt das wirklich?

Auch ein mündlicher Arbeitsvertrag ist grundsätzlich gültig

Die Antwort: Ja, das stimmt. Auch durch eine mündliche Absprache kann ein unbefristeter Arbeitsvertrag zustande kommen. Denn für Arbeitsverträge ist grundsätzlich keine besondere Form vorgeschrieben. (Ausnahme: Ein befristeter Arbeitsvertrag bedarf gemäß § 14 Absatz 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) zu seiner Wirksamkeit der schriftlichen Form). Dennoch sollten Sie Arbeitsverträge schon allein aus Beweisgründen immer schriftlich abschließen, damit Sie klare Verhältnisse schaffen. Bei einem nur mündlich abgeschlossenen Arbeitsvertrag kann im Nachhinein viel leichter Streit darüber entstehen, was tatsächlich vereinbart war.

Weshalb Sie den Arbeitsvertrag dennoch schriftlich schließen sollten

Zudem gibt es eine gesetzliche Hürde! Als Arbeitgeber sind Sie durch das Nachweisgesetz (NachwG) ohnehin verpflichtet, Ihrem Mitarbeiter einige Mindestinhalte des Arbeitsverhältnisses schriftlich mitzuteilen. Demnach können und sollten Sie auch gleich den Arbeitsvertrag schriftlich abschließen und so „2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Welche Angaben in den Arbeitsvertrag sollten

Im Hinblick auf das Nachweisgesetz sind in jedem Fall folgende Angaben in den schriftlichen Arbeitsvertrag aufzunehmen:

  • Name und Anschrift der Vertragsparteien
  • Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses
  • Arbeitsort beziehungsweise ein Hinweis darauf, dass der Mitarbeiter an verschiedenen Orten beschäftigt werden kann
  • Beschreibung der vom Mitarbeiter zu leistenden Tätigkeit
  • Zusammensetzung und Höhe des Arbeitsentgelts einschließlich Zuschlägen, Zulagen, Prämien, Sonderzahlungen sowie anderer Bestandteile des Arbeitsentgelts und deren Fälligkeit
  • vereinbarte Arbeitszeit
  • Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs
  • Kündigungsfristen
  • Hinweis auf Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen, die auf das Arbeitsverhältnis anzuwenden sind
  • zusätzlich bei befristeten Arbeitsverhältnissen deren voraussichtliche Dauer
  • zusätzlich bei geringfügiger Beschäftigung den Hinweis, dass der Mitarbeiter in der gesetzlichen Rentenversicherung die Stellung eines versicherungspflichtigen Arbeitnehmers erwerben kann, wenn er gemäß § 5 Absatz 2 Satz 2 Sozialgesetzbuch (SGB) VI auf die Versicherungsfreiheit durch Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber verzichtet.

 

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