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Übernahme von Azubis ins Arbeitsverhältnis – das sollten sie beachten

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Auszubildende Arbeitsvertrag

Von Günter Stein,

Ihnen als Arbeitgeber gegenüber haben Auszubildende keinen Rechtsanspruch darauf, nach dem Ende ihrer Ausbildung weiterhin beschäftigt zu werden. Das ist für Sie erst einmal gut so: Schließlich kann es sein, dass Sie aktuell in Ihrem Betrieb schlicht keine freie Stelle haben, die besetzt werden könnte.

Auch wenn Sie während der Ausbildungszeit den Eindruck gewonnen haben, dass der Betroffene Ihrem Betrieb durch seine Leistungen oder seine Persönlichkeit nicht wirklich weiterhilft, ist nach bestandener Prüfung Schluss. Sie müssen dafür keine Kündigung aussprechen.

Um Missverständnisse auszuschließen, sollten Sie jedoch frühzeitig das Gespräch suchen. Informieren Sie den Azubi einige Monate vor der Abschlussprüfung, ob Sie ihn übernehmen wollen oder ob er sich bereits um eine neue Arbeitsstelle kümmern sollte. In der Regel dürfte die Übernahme von Azubis für Sie natürlich mehr Vor- als Nachteile haben: Schließlich sichern Sie Ihrem Betrieb einen Nachwuchs an Fachkräften. Ein ehemaliger Auszubildender kennt sich in Ihrem Unternehmen schon bestens aus und ist mit den meisten Abläufen vertraut. Eingearbeitet werden muss er also in der Regel nicht mehr.

Eine neue Probezeit und ein befristeter Arbeitsvertrag sind zulässig

Arbeitsalltag ist nicht unbedingt gleich Ausbildungsalltag. Daher ist es zulässig, mit dem ehemaligen Azubi im Arbeitsvertrag eine neue Probezeit zu vereinbaren. Auch wenn er schon lang in Ihrem Betrieb mitarbeitet, dürfen Sie ihn durchaus als Berufsanfänger betrachten. Schließlich ist es in Ihrem Interesse, erst einmal zu prüfen, ob er seiner neuer Rolle gewachsen ist. Aus diesem Grund ist es auch absolut legitim, ihm nur einen befristeten Arbeitsvertrag zu geben.

In einigen Punkten gilt ein übernommener Azubi allerdings nicht als „neuer“ Mitarbeiter. So bleibt beispielsweise sein Anspruch auf Resturlaub erhalten. Hierbei gelten die Ausbildungszeit und das neue Arbeitsverhältnis als Einheit – wenn es dazwischen nicht zu einer zeitlichen Unterbrechung kommt. Das Ausbildungs- und das Arbeitsverhältnis werden auch in weiteren Punkten gemeinsam betrachtet: Ein übernommener Azubi genießt sofortigen Kündigungsschutz; ebenso bleibt sein Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall erhalten.

So verhindern Sie die versehentliche Übernahme von Auszubildenden

Bei Azubis, deren Übernahme Sie nicht beabsichtigen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass diese nach Bestehen der abschließenden Prüfung nicht weiter in Ihrem Betrieb beschäftigt werden. Geschieht dies nämlich stillschweigend, kommt es dadurch – für Sie ungewollt – automatisch zum Abschluss eines unbefristeten Arbeitsvertrags. Seien Sie also auf der Hut, wenn sich der Auszubildende in der Prüfungssituation befindet und lassen Sie ihn nach Ende des Ausbildungsverhältnisses nicht mehr für sich tätig werden – nicht einmal für ein Stündchen!

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