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Überstunden: Dann sollte diese Regelung her!

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Arbeitsvertrag Überstunden Überstundenregelung Arb

Von Günter Stein,

Grundsätzlich darf ein Arbeitgeber die Arbeitszeit innerhalb der gesetzlichen Grenzen frei vereinbaren. Bei einem Vollzeitarbeitsverhältnis reichen die Angabe der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit und der Hinweis, dass die im Betrieb allgemein üblichen täglichen Arbeitszeiten gelten. Bei Teilzeitarbeitsverhältnissen sind meist genauere Angaben nötig.Mein Tipp:1.

Doch Achtung:

Die regelmäßige Arbeitszeit müssen Sie eindeutig festlegen. Bei einer Bandbreitenregelung (z.B. „mindestens 30 Stunden pro Woche“) gilt die tatsächliche durchschnittliche Arbeitszeit als regelmäßige Arbeitszeit. Sie können dann nicht mehr durch einseitige Anordnung zum anvisierten Minimum („30 Stunden“) zurückkehren (LAG Düsseldorf, Az. 18 Sa 224/04).

Mein Tipp:

Wollen Sie sich die Anordnung von gelegentlichen Überstunden vorbehalten, sollten Sie dies im Arbeitsvertrag ausdrücklich regeln. Denn andernfalls dürfen Sie Ihre Mitarbeiter später nur in Notfällen heranziehen. Nicht einmal, wenn Sie nach einem Unwetter Aufräumarbeiten anordnen, um die Produktionsfähigkeit seines Betriebs möglichst schnell wieder herzustellen (ArbG Leipzig,Az. 7 Ca 6866/02).

Empfehlung:

In Ihrer Überstundenregelung sollten Sie auch festlegen, wie die Überstunden ausgeglichen oder vergütet werden. Haben Sie nichts vereinbart, müssen Sie die Mehrarbeit bezahlen.

Beachten Sie: Die früher in vielen Angestelltenverträgen übliche Klausel, wonach sämtliche Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind, ist generell unwirksam. Eine Klausel, wonach eine bestimmte Zahl von Überstunden (maximal 10% der monatlichen Arbeitszeit) mit dem Gehalt abgegolten ist, schützt Sie vor Pleiten, Pech und Pannen.

Beispielformulierung:

So regeln Sie Überstunden ausführlich

1. Der Arbeitnehmer erklärt sich bereit, auf Anordnung über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus ohne weitere Vergütungsansprüche bis zu ... Überstunden zu leisten.

Jede weitere Überstunde wird mit ...€ vergütet oder nach Absprache mit dem Arbeitgeber durch entsprechende Freizeit ausgeglichen.

2. Überstunden werden nur anerkannt, wenn sie vom Arbeitgeber ausdrücklich angeordnet wurden. Sind Überstunden aus betrieblichen Gründen zwingend notwendig, wobei das vorherige Einverständnis des Arbeitgebers nicht mehr eingeholt werden kann, hat der Mitarbeiter sich Beginn und Ende der zusätzlichen Arbeitszeit am folgenden Tag von seinem Vorgesetzten schriftlich bestätigen zu lassen.

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