Gratis-Download

Nutzen Sie jetzt gratis unsere Muster-Arbeitsverträge für Ihre Teilzeitkräfte und Aushilfen, Minijobber, kurzfristig beschäftigte Aushilfen und...

Jetzt downloaden

Was ist im Arbeitsvertrag vereinbart: Netto- oder Bruttolohn?

0 Beurteilungen
Arbeitsrecht Arbeitsvertrag

Von Günter Stein,

Die Frage: In einigen unserer Arbeitsverträge haben wir vergessen hinter das Arbeitsentgelt das Wort „brutto“ zu setzen. So heißt es in einem Arbeitsvertrag: „Der Arbeitnehmer erhält 12,00 Euro pro Stunde.“ In einem anderen Vertrag mit einem Angestellten steht: „Der Arbeitnehmer erhält 2.100,00 Euro pro Monat.“

Die Frage: In einigen unserer Arbeitsverträge haben wir vergessen hinter das Arbeitsentgelt das Wort „brutto“ zu setzen. So heißt es in einem Arbeitsvertrag: „Der Arbeitnehmer erhält 12,00 Euro pro Stunde.“ In einem anderen Vertrag mit einem Angestellten steht: „Der Arbeitnehmer erhält 2.100,00 Euro pro Monat.“ Jetzt möchte einer der Kollegen tatsächlich dieses Nettoentgelt erhalten. Wir rechnen natürlich anders. In den Beispielsfällen nehmen wir die 12,00 Euro bzw. die 2.100,00 Euro als Bruttosumme und ziehen davon die Sozialbeiträge ab. Nun haben wir natürlich ein Riesenproblem. Hat der Arbeitnehmer Recht?

Nettolohn wird nur bei besonderer Vereinbarung im Arbeitsvetrag geschuldet

Die Antwort: Nein, da können Sie ganz beruhigt sein. Der Nettolohn wird vom Arbeitgeber nur dann geschuldet, wenn es darüber eine besondere Vereinbarung gibt. Der Arbeitnehmer trägt dabei die Beweislast, dass die vom Arbeitgeber zu entrichtende Vergütung den Nettolohn darstellen soll. Eine solche Nettolohnvereinbarung kann aber geschlossen werden. Dann ist hinter die zu vergütende Summe einfach nur das Wort „netto“ zu setzen.

Wann ein Arbeitnehmer die Nettolohndifferenz einklagen kann

Ist eine solche Vereinbarung getroffen worden, können Ihre Arbeitnehmer keinen Bruttolohn fordern. Trotzdem werden Sie natürlich dadurch verpflichtet, sämtliche Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zu übernehmen, also auch die Beträge, die eigentlich von Ihrem Arbeitnehmer zu bezahlen sind und regelmäßig von dem zu zahlenden Entgelt in Abzug gebracht werden. Erhält Ihr Arbeitnehmer weniger Nettolohn als vereinbart, kann er auch nur die Nettolohndifferenz einklagen.

Also: Sie haben nichts zu befürchten. Teuer wird es erst, wenn Sie tatsächlich eine Nettolohnvereinbarung abgeschlossen hätten. Dann zahlen Sie sämtliche Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge alleine!

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Umfassend über die neuesten Entwicklungen im Personalbereich informiert

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte

Auf alle Personalfragen rechtssichere und sofort umsetzbare Antworten

Neueste Rechtsentscheidungen mit Empfehlungen für Ihre Personalarbeit

Ihr Excel-Lernsystem: Verständlich, kompakt, effektiv

Die neuesten Arbeitsrecht-Urteile und was diese für Ihre Arbeit bedeuten