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Was tun, wenn ein Mitarbeiter länger arbeiten möchte als bisher?

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Arbeitsrecht Kuendigung 03 S

Von Günter Stein,

Dass ein Arbeitnehmer seine Arbeitszeit verringern möchte, kennen Sie als Arbeitgeber möglicherweise schon. Doch auch die umgekehrte Variante ist möglich!Tröstlich:Wichtig:

Möchte eine Teilzeitkraft ihre bisherige Arbeitszeit erhöhen, kann sie sich hierbei sogar auf eine gesetzliche Vorschrift stützen: Nach § 9 TzBfG müssen Sie sie bei der Besetzung eines geeigneten freien (Vollzeit-(Arbeitsplatzes bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigen.

Tröstlich:

Darüber hinaus hat sie aber keinen Rechtsanspruch auf Erhöhung seiner Arbeitszeit.

§ 9 TzBfG gilt übrigens für sämtliche Teilzeitarbeitnehmer und nicht nur für diejenigen, die ihre Arbeitszeit im bestehenden Arbeitsverhältnis bereits einmal verringert haben.

Dies sind die Voraussetzungen im Einzelnen:

1. Ein Arbeitsplatz muss frei sein

Wie bereits angesprochen, ist ein zu besetzender Arbeitsplatz Voraussetzung für einen Anspruch. Ihr Mitarbeiter kann also von Ihnen nicht die Einrichtung einer eigenen Stelle verlangen. Ebenso wenig kann er den Abbau von Überstunden anderer Mitarbeiter mit dem Ziel fordern, die eigene Arbeitszeit aufzustocken.

2. Arbeitsplatz muss geeignet sein

Erschwerend kommt für Ihren Teilzeitarbeitnehmer hinzu: Da der Arbeitsplatz nicht nur frei, sondern auch entsprechend sein muss, muss die zu erledigende Aufgabe mit der vom betreffenden Arbeitnehmer ausgeübten Tätigkeit vergleichbar sein. Außerdem muss Ihr Mitarbeiter für den zu besetzenden Arbeitsplatz nach seinen Fähigkeiten, Kenntnissen und bisherigen Leistungen geeignet sein. Entspricht er diesem Anforderungsprofil nicht, müssen Sie ihm einen freien Vollzeitarbeitsplatz selbst dann nicht zur Verfügung stellen, wenn kein anderer geeigneter Arbeitnehmer für die Stelle in Betracht kommt.

3. Keine dringenden betrieblichen Erfordernisse

Selbst wenn sich Ihr betreffender Mitarbeiter für die Tätigkeit eignet und die anderen vorgenannten Voraussetzungen vorliegen, müssen Sie ihn nicht berücksichtigen, wenn dringende betriebliche Gründe oder vorrangige Arbeitszeitwünsche anderer geeigneter Teilzeitbeschäftigter entgegenstehen.

Wichtig:

Wechselt ein Teilzeiter dann doch einmal auf eine Vollzeitstelle, müssen Sie Ihrem Mitarbeiter auch ein entsprechend höheres Gehalt zahlen – das ist klar. Wechselt er von Vollzeit zu Teilzeit, können Sie das Gehalt umgekehrt entsprechend kürzen. Der Mitarbeiter arbeitet ja auch weniger.

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