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Nutzen sie diese Übersicht der sieben Zeugnis-Bausteine, damit Sie wissen, wie Sie Zeugnisse an Ihre Mitarbeiter formal korrekt strukturieren. So...

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Arbeitszeugnisse: Das sind die Die Warnbotschaften fremder Arbeitgeber

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Arbeitszeugnis, Formulierungen, rechtssicher

Von Günter Stein,

Nach dem Gesetz muss ein Zeugnis wohlwollend im Sinne des Arbeitnehmers ausgestellt werden. Das macht es Ihnen natürlich schwer, ein Bewerberzeugnis zu entschlüsseln. Trotzdem haben sich bestimmte Formulierungen durchgesetzt und werden immer häufiger verwendet, zumal Sie von den Gerichten noch nicht kassiert worden sind. Auf die folgenden Formulierungen sollten Sie deshalb derzeit besonders achten.

Arbeitserleichterungen:

"... machte häufig Vorschläge zu Arbeitserleichterungen". Damit wird auf einen faulen und bequemen Arbeitnehmer hingewiesen, dem es an ausreichendem Einsatz mangelt. Etwas anderes gilt allerdings, wenn zum Beispiel der Zusatz "...wodurch Marketingkosten eingespart werden konnten" wählen. Dann hatte der Bewerber einen Blick für Innovationen.

Ausscheiden:

Steht im Zeugnis nur, wann der Arbeitnehmer ausgeschieden ist, nicht aber, warum, dann können Sie zuverlässig davon ausgehen, dass das alte Arbeitsverhältnis verhaltensbedingt gekündigt wurde. Achtung:

Wird das Ausscheiden mit dem Wegfall des Arbeitsplatzes ( "Rationalisierungsmaßnahmen", "reduziertes Auftragsvolumen" ) begründet, ist dies für Ihren Bewerber nicht negativ gemeint.

Betriebsklima:

Steht im Zeugnis "... hat stets zur Verbesserung des Betriebsklimas beigetragen...", dann will der Zeugnisschreibende damit andeuten, dass der Mitarbeiter dem Alkohol mehr als zuträglich zuspricht und/oder Klatsch und Tratsch weiter erzählt.

Einfühlungsvermögen:

"...bewies viel Einfühlungsvermögen in die Probleme anderer Mitarbeiter" bedeutet im Klartext, dass der Bewerber auf Sexualkontakte im Betrieb aus war oder solche gar gehabt hat.

Einvernehmlich:

"Das Arbeitsverhältnis wurde im gegenseitigen Einvernehmen gelöst". Das bedeutet, dass der Bewerber noch schnell selbst gekündigt hat, bevor er an die frische Luft befördert wurde. Das gilt insbesondere, wenn die Bemerkung ohne weitere Zusätze im Zeugnis steht.

Geselligkeit:

"...war wegen seiner Geselligkeit bei der Belegschaft beliebt". Damit wird eine Sie sogenannte „Betriebsnudel“ beschrieben, die vielleicht auch noch dem Alkohol sehr verbunden war.

Pünktlichkeit:

"...war stets pünktlich". Eine solche Bemerkung bedeutet, dass dem Zeugnisschreiber nichts Positives über den Bewerber eingefallen ist. Pünktlichkeit ist selbstverständlich! Wird sie trotzdem ausdrücklich erwähnt, bedeutet das nur: Der Bewerber taugt nichts, aber wenigstens war er immer pünktlich.

Verbesserungsvorschläge:

Steht im Zeugnis "...war immer für einen Verbesserungsvorschlag gut", ist das eine sehr zweischneidige Bemerkung! Ist dies nicht mit Zusätzen garniert, die klarstellen, dass die Verbesserungsvorschläge auch umgesetzt wurden, wird der Bewerber durch diese Beurteilung als Querulant und Besserwisser entlarvt.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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