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Dankes-Formel im Arbeitszeugnis - ja bitte

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Von Heinz-Wilhelm Vogel,

Ein Fall, wie er häufig vorkommt: Ein ausgeschiedener Mitarbeiter beanstandet, dass in seinem Arbeitszeugnis am Ende die Dankes-Formel fehle. Dadurch werde das Zeugnis entwertet. Kann er von seinem Arbeitgeber verlangen, dass er ihm im Arbeitszeugnis ausdrücklich für die Zusammenarbeit dankt?

Hat ein Mitarbeiter Anspruch auf Dankes-Formel im Zeugnis?

Um es vorweg zu nehmen: Ein rechtlicher Anspruch auf eine derartige Schlussformel besteht nicht. Das hat das Bundesarbeitsgericht bereits vor Jahren entschieden. Danach betrifft die Schlussformel weder die Führung noch die Leistung eines Arbeitnehmers und gehört deshalb nicht zu dem gesetzlich bestimmten Mindestinhalt eines Zeugnisses.

Dennoch endet praktisch jedes Arbeitszeugnis mit der Dankes-Formel. Fehlt sie, wird das als "Makel" empfunden – nicht nur von den betroffenen Arbeitnehmern, sondern auch von den meisten Personalchefs. Deshalb sollten Sie im Zweifel nicht auf die Dankes-Formel verzichten. Wie sie genau aussieht, hängt naturgemäß von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab.

Wie für das gesamte Zeugnis gilt auch hier: Feinsinnige Unterscheidungen in der Wortwahl können der jeweiligen Aussage eine ganz andersartige Bedeutung verleihen.

Wenn am Ende des Zeugnisses steht: „Wir danken für die Mitarbeit“ oder „Wir danken für die langjährige Zusammenarbeit“, dann danken Sie einem Mitarbeiter, dessen Leistung gerade durchschnittlich war. Jedenfalls bedauern Sie das Ausscheiden dieses Mitarbeiters nicht. Anderenfalls hätten Sie dies ausdrücklich mitgeteilt, etwa durch folgende Formulierung:

Wir danken Frau ... für ihre engagierte Mitarbeit und bedauern ihr Ausscheiden.“

Als Alternative bietet sich in solchen Fällen auch an:

„Wir danken Frau ... für die stets gute Zusammenarbeit und bedauern, dass wir diese engagierte Mitarbeiterin verlieren.“

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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