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Nutzen sie diese Übersicht der sieben Zeugnis-Bausteine, damit Sie wissen, wie Sie Zeugnisse an Ihre Mitarbeiter formal korrekt strukturieren. So...

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Die 10 häufigsten Fehler in Arbeitszeugnissen

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Arbeitsrecht Arbeitszeugnis

Von Günter Stein,

Die Frage: Sie scheinen ja häufiger mit Arbeitszeugnissen in Berührung zu kommen. Welches sind nach Ihrer Ansicht die häufigsten Fehler, die Arbeitgeber begehen?

Welche Fehler häufig bei Arbeitszeugnissen gemacht werden

Die Antwort: Stimmt, das Prüfen von Arbeitszeugnissen gehört sicherlich zu der typischen Tätigkeit eines Rechtsanwalts. Trotzdem sind Sie in der Personalabteilung häufig wesentlich fitter, wenn es um das Erstellen von Zeugnissen geht. Gerne stelle ich Ihnen jedoch hier einmal die 10 häufigsten Fehler zusammen, die meines Erachtens in der Praxis immer wieder geschehen.

Die zehn häufigsten Fehler in Arbeitszeugnissen

1. Fehler:

Sie erstellen ein Zeugnis, obwohl Sie dazu gar nicht verpflichtet sind. Denken Sie daran, dass Sie grundsätzlich nur ein Zeugnis ausstellen, wenn Sie dazu innerhalb von 10 Monaten nach Ende des Arbeitsverhältnisses aufgefordert werden.

2. Fehler:

Machen Sie keine unnötigen Fehler bei den Formalien: Sie übergeben das saubere und auf Geschäftspapier erstellte Zeugnis mit einem nicht ausgefüllten Adressfeld.

3. Fehler:

Ihre Unterschrift ist nicht leserlich und es fehlt die in Maschinenschrift gefertigte Namensangabe. Oder Sie haben nicht selber unterschrieben und es fehlt der Vertretungszusatz.

4. Fehler:

Ihre Tätigkeitsbeschreibung ist unvollständig. Nehmen Sie vorher mit dem Mitarbeiter Kontakt auf und sprechen Sie sich ab.

5. Fehler:

Bei einem qualifizierten Zeugnis fehlt eine Leistungs- oder Führungsbeurteilung. Sie muss zwingend vorhanden sein.

6. Fehler:

Die Beurteilung ist zu schlecht. Ihr Arbeitnehmer hat in aller Regel mindestens Anspruch auf eine befriedigende Beurteilung.

7. Fehler:

Die Schlussformulierung fehlt oder ist in ihrer Bewertung zu schlecht.

8. Fehler:

Das Datum ist falsch. Nehmen Sie als Datum den letzten Tag des Arbeitsverhältnisses. Dann sind Sie auf der sicheren Seite.

9. Fehler:

Ereignisse aus dem Privatleben werden aufgenommen. Privates hat jedoch in einem Zeugnis nichts zu suchen.

10. Fehler:

Nicht alles dürfen Sie in ein Zeugnis aufnehmen. Fehlerhaft sind Ausführungen zu:

  • Abmahnungen
  • Alkoholgenuss
  • Vorhergehende Zeiten der Arbeitslosigkeit
  • Beförderungen (dürfen nur auf Arbeitnehmerwunsch ins Zeugnis)
  • Elternzeiten
  • laufenden Ermittlungsverfahren
  • Gesundheitszustand und Krankheiten
  • Gewerkschafts- und Religionszugehörigkeit
  • Mutterschutz und Schwangerschaft
  • Nebentätigkeiten
  • Parteizugehörigkeiten
  • (Nicht-)Rauchereigenschaft
  • Schwerbehinderteneigenschaft
  • Straftaten (dürfen nur bei konkretem Bezug zum Arbeitsverhältnis erwähnt werden)
  • Streikteilnahmen
  • Vermögensverhältnisse des Arbeitnehmers

 

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