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Nutzen sie diese Übersicht der sieben Zeugnis-Bausteine, damit Sie wissen, wie Sie Zeugnisse an Ihre Mitarbeiter formal korrekt strukturieren. So...

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Die Top 10 der Arbeitszeugnisfallen - Teil 2

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Arbeitsrecht Arbeitszeugnis

Von Günter Stein,

Nicht immer ist es einfach, ein arbeitsrechtlich einwandfreies Arbeitszeugnis zu schreiben. Wie Sie die schlimmsten 10 Fehler dabei vermeiden, erfahren Sie in der kleinen Serie Top 10 der Zeugnisfallen.

ier nun die Fehler Nummer 4, 5 und 6.

Arbeitszeugnis-Falle 4: Wenn Sie es zu gut meinen ...

Aus Angst vor zermürbenden Kündigungsschutzprozessen neigen einige Arbeitgeber dazu, mit ihren gekündigten Arbeitnehmern „Zeugnis-Deals“ abzuschließen. Dabei verzichten die Arbeitnehmer auf eine Klage und erhalten im Gegenzug ein besonders positives Zeugnis.

Das ist in Ordnung, wenn das Zeugnis wahrheitsgemäß bleibt. Werden allerdings falsche Aussagen getroffen (z. B. Ehrlichkeit bestätigt, obwohl wegen Unterschlagung oder Diebstahls gekündigt wurde), kann dies zu einer Schadenersatzpflicht des ausstellenden Arbeitgebers führen, wenn

  • das Zeugnis objektiv unrichtig ist (falsche Angaben, Auslassungen),
  • das Zeugnis in Kenntnis der Unrichtigkeit ausgefertigt wurde,
  • sich der neue Arbeitgeber auf die Angaben verlassen und
  • er hierdurch einen Schaden erlitten hat.

Arbeitszeugnis-Falle 5: Einzelereignisse

Eine Reihe von Arbeitgebern führen im Arbeitszeugnis bestimmte atypische Einzelereignisse (z. B. einmaliger Fehlbetrag bei 10-jähriger Kassierertätigkeit) auf, weil diese sie besonders geärgert haben. Hierbei wird aber vergessen, dass ein Arbeitszeugnis einen Gesamteindruck vermitteln soll. Daher sollten Sie vereinzelt aufgetretene unbedeutende Fehlleistungen oder kleinere Schwächen im Zeugnis außen vor lassen und sich stattdessen auf das Gesamtbild konzentrieren.

Arbeitszeugnis-Falle 6: Unterdurchschnittliche Beurteilung

Grundsätzlich kann ein Arbeitgeber frei entscheiden, wie er die Leistung oder das Verhalten seines Arbeitnehmers bewertet. Gibt er einem Arbeitnehmer allerdings eine schlechte Beurteilung, muss er ggf. vor Gericht darlegen und beweisen können, dass der Arbeitnehmer tatsächlich unterdurchschnittliche Leistungen erbracht hat. Gelingt dieser Beweis nicht, muss der Arbeitgeber ein besseres Zeugnis ausstellen.

Empfehlung: Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie das Gericht davon überzeugen können, dass Ihr Mitarbeiter unterdurchschnittliche Leistungen abgeliefert hat, stellen Sie ihm im Zweifelsfall ein durchschnittliches Zeugnis aus. Dann sind Sie beweisrechtlich auf der sicheren Seite, solange die Aussagen wahrheitsgemäß sind.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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