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Elternzeit ins Arbeitszeugnis aufnehmen?

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Arbeitsrecht Arbeitszeugnis

Von Günter Stein,

Die Frage: Wie berücksichtige ich den Mutterschutz und die Elternzeit bei einer Arbeitnehmerin im Arbeitszeugnis? Mein Problem besteht darin, dass die Mitarbeiterin nur wenige Monate gearbeitet hat, dann schwanger wurde und schließlich wegen 2 Kindern für über 5 Jahre in Elternzeit gegangen ist.Die Antwort:Doch aufgepasst:

Die Frage: Wie berücksichtige ich den Mutterschutz und die Elternzeit bei einer Arbeitnehmerin im Zeugnis? Mein Problem besteht darin, dass die Mitarbeiterin nur wenige Monate gearbeitet hat, dann schwanger wurde und schließlich wegen 2 Kindern für über 5 Jahre in Elternzeit gegangen ist. Nun hat sie zum Ende der Elternzeit gekündigt und möchte ein qualifiziertes Zeugnis erhalten. Ich weiß inhaltlich gar nicht, was ich schreiben soll, da die Dame hier niemand mehr kennt. Aber das ist ein anderes Problem. Darf ich die Elternzeit überhaupt im Zeugnis aufführen?

Die Elternzeit sollten Sie im Arbeitszeugnis nicht erwähnen

Die Antwort: Die Elternzeit der Arbeitnehmerin dürfen Sie im Arbeitszeugnis grundsätzlich nicht erwähnen. In Ihrem Fall greift jedoch eine Ausnahmeregelung. Die Elternzeit hat das Arbeitsverhältnis erheblich geprägt und stellt sich als wesentliche tatsächliche Unterbrechung der Beschäftigung dar. So hat es auch das Bundesarbeitsgericht in einem ähnlichen Fall entschieden. Bei einem Arbeitsverhältnis, welches 50 Monate bestanden hatte und die Elternzeit 33,5 Monate betrug, durfte die Elternzeit erwähnt werden (BAG, Urteil vom 10.05.2005, Az.: 9 AZR 261/04).

In diesem Fall schreiben Sie einfach:

„Das Arbeitsverhältnis hat von … bis …. bestanden. In der Zeit von … bis … befand sich Frau … in Elternzeit.“

Vorsicht mit der Aufnahme der Elternzeit ins Arbeitszeugnis

Doch aufgepasst: Hat die Arbeitnehmerin in anderen Fällen nach dem Ende der Elternzeit gearbeitet, kann schon wieder etwas anderes gelten. Dann wäre ich vorsichtig mit der Aufnahme der Elternzeit im Zeugnis. Aber damit haben Sie ja aktuell kein Problem.

Mein Tipp: Falls Sie nicht wissen, welche Tätigkeiten die Frau verrichtet hat, rufen Sie sie an. Fragen Sie doch einfach einmal, ob Ihnen die Arbeitnehmerin einen Entwurf für ein Zeugnis zur Verfügung stellen kann. Damit verpflichten Sie sich zu nichts und haben eine echte Arbeitserleichterung! Ein qualifiziertes Zeugnis, das sich auf Führung und Leistung erstreckt, werden Sie ihr aber in jedem Fall schreiben müssen.

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