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Nutzen sie diese Übersicht der sieben Zeugnis-Bausteine, damit Sie wissen, wie Sie Zeugnisse an Ihre Mitarbeiter formal korrekt strukturieren. So...

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Gute Wünsche am Ende des Zeugnisses

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Von Günter Stein,

Wird vor dem Arbeitsgericht über die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses gestritten, versuchen die Richter immer erst, zu einer gütlichen Einigung zu kommen. Die beinhaltet meist auch, dass sich der Arbeitgeber zur Ausstellung eines wohlwollenden und die Karriere fördernden Zeugnisses verpflichtet.

 

Das hat auch der Arbeitgeber getan, der sich trotzdem anschließend vor dem Arbeitsgericht widerfand. Denn sein Ex-Arbeitnehmer war nicht damit einverstanden, dass ihm sein Arbeitgeber keine guten Wünsche ins Zeugnis geschrieben hatte. Jetzt hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm entschieden:
Haben Sie sich als Arbeitgeber dazu verpflichtet, einem Ex-Arbeitnehmer ein „der Karriere förderliches Zeugnis“ auszustellen, gehören in dieses Zeugnis auch gute Wünsche zum Schluss hinein.

Kein genereller Anspruch auf gute Wünsche im Arbeitszeugnis

Die Richter am Landesarbeitsgericht sagen in ihrem Urteil zwar auch, dass Arbeitnehmer keinen generellen Anspruch auf solche guten Wünsche für die Zukunft haben. Schließlich kann ein Zeugnis auch ohne diese Formel vollständig, wahrheitsgemäß und wohlwollend sein und damit den Vergaben des § 630 des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechen, aber:
Haben Sie sich einmal dazu verpflichtet, ein „die Karriere förderndes Zeugnis“ auszustellen, dann geht es nicht ohne Wünsche am Schluss. Und zwar nette (Az. 8 Sa 509/11)!

 

Dank, Bedauern, Zukunftswünsche im Arbeitszeugnis: Achten Sie auf diesen Unterschied

Durch die sogenannte Dankes-Bedauerns-Formel können Sie am Ende des Arbeitszeugnisses noch einmal signalisieren, wie Sie Ihren Mitarbeiter in Wirklichkeit beurteilen.
Musterformulierung: Wir danken ihm/ihr für die Mitarbeit.
Mit dieser Formulierung danken Sie einem Mitarbeiter, dessen Leistung gerade durchschnittlich war. Jedenfalls bedauern Sie das Ausscheiden dieses Mitarbeiters nicht. Andernfalls hätte sich folgender Satz angeboten:
Musterformulierung: Wir danken … für seine/ihre stets gute Zusammenarbeit und bedauern, dass wir diese(n) engagierte(n) Mitarbeiter(in) verlieren.
Auch Ihre (etwaigen) Zukunftswünsche für Ihren ausscheidenden Mitarbeiter lassen „tief blicken“. Hier führen bereits kleine Abweichungen in der Formulierung dazu, dass einzelne Aussagen einen unterschiedlichen Inhalt haben:
Verzichten Sie in der Schlussformulierung auf jeglichen Zukunftswunsch, lässt dies darauf schließen, dass zwischen Ihnen und Ihrem Mitarbeiter erhebliche Differenzen bestehen.
Äußern Sie etwa den Wunsch, dass Ihr Mitarbeiter in Zukunft seine Leistungsfähigkeit voll entfalten „kann“, oder wünschen Sie ihm für die Zukunft „auch Erfolg“, dann verabschieden Sie einen Mitarbeiter, dem Sie im letzten Satz noch einmal eine mangelhafte Leistung bescheinigen.

Wollen Sie dagegen ausdrücken, dass Sie einen verdienten Mitarbeiter „ziehen lassen“, bietet sich folgender Satz an:
Musterformulierung: Wir wünschen Herrn/Frau … beruflich und persönlich alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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