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Nutzen sie diese Übersicht der sieben Zeugnis-Bausteine, damit Sie wissen, wie Sie Zeugnisse an Ihre Mitarbeiter formal korrekt strukturieren. So...

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Kennen Sie diese 4 wichtigen Urteile des Bundesarbeitsgerichts zum Thema Arbeitszeugnisse?

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Von Günter Stein,

Wenn es um das Formulieren von Arbeitnehmerzeugnissen geht, kommt es auf jede Formulierung an. Zumindest dann, wenn Sie sich als Arbeitgeber Ärger und eventuell auch noch einen nachfolgenden Rechtsstreit ersparen möchten. Das macht diese 4 grundsätzlichen BAG-Urteile zum Thema Arbeitszeugnis für Sie so wichtig.

Erstes Urteil und erste Empfehlung:
Wenn es „Branchencodes“ in Ihrer Branche gibt, verwenden Sie sie!

In Ihrer Branche werden bestimmte Tätigkeiten mit einem speziellen Namen bezeichnet? Oder für Aufgabengebiete, die ein Beschäftigter erfüllt, gibt es ganz bestimmte Bezeichnungen?
In diesen Fällen ist es wichtig, dass Sie diese Bezeichnungen auch verwenden. Denn: Fehlen sie, kann das ein anderer Arbeitgeber als Hinweis darauf nehmen, dass der Bewerber diese Tätigkeiten oder Aufgaben bestenfalls nur durchschnittlich erfüllt hat. Daher hat ein Arbeitnehmer dann auch bei Fehlen dieser branchen-typischen Begrifflichkeiten einen Anspruch darauf, von Ihnen ein ergänzendes Zeugnis zu erhalten (Az. 9 AZR 632/07)

Zweites Urteil und zweite Empfehlung:
Bleiben Sie bei dem, was Sie im Zwischenzeugnis gesagt haben

Wenn die Führungskraft eines Mitarbeiters wechselt oder – zum Beispiel durch eine geplante längere Elternzeit – die Arbeit für eine ganze Weile unterbrochen wird, kann ein Beschäftigter ein Zwischenzeugnis hierfür verlangen. Für Sie als Arbeitgeber heißt es aufpassen!
Zwar kann Ihr Mitarbeiter nicht verlangen, dass das endgültige Zeugnis exakt die gleichen Formulierungen enthält wie das Zwischenzeugnis. Nichtsdestotrotz entfaltet das Zwischenzeugnis eine gewisse Bindungswirkung. Und das heißt:
Wollen Sie im späteren Endzeugnis eine schlechtere Beurteilung abgeben, sind Sie hierfür in der Beweispflicht. Sie müssen also belegen, dass sich, seitdem Sie das Zwischenzeugnis erteilt haben, die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers tatsächlich verschlechtert hat. Das ist kaum möglich. Deshalb: Wenn Sie ein Zwischenzeugnis erstellen, beurteilen Sie so, wie Sie es auch im „finalen“ Zeugnis tun würden. (Az. 9 AZR 248/07)

Drittes Urteil und dritte Empfehlung:
Elternzeit besser im Zeugnis nicht erwähnen. Es sei denn …

Hat einer Ihrer Mitarbeiter Elternzeit in Anspruch genommen, können Sie als Arbeitgeber durchaus geneigt sein, dies auch im Arbeitszeugnis zu erwähnen. Klare Empfehlung: Tun Sie es nicht. Denn das BAG hat entschieden: Nur wenn die Elternzeit die tatsächliche Arbeitsdauer bei Ihnen so überlagert, dass Ihnen kaum eine Beurteilung möglich ist (z. B. weil eine Mitarbeiterin gerade mal 1 1/2 Jahre bei Ihnen gearbeitet und danach 4 Jahre Elternzeit in Anspruch genommen hat), darf ein Hinweis ins Zeugnis hinein. (Az. 9 AZR 261/04)

Viertes Urteil und vierte Empfehlung:
Das Zeugnis gehört auf den Firmenbriefbogen

Sie dürfen ein Zeugnis zwar mittlerweile zum portogünstigen Versand von A4 auf A5 knicken (Az. 9 AZR 893/98) – aber trotzdem kommt es auf die Form an. So hat Ihr Arbeitnehmer das Recht darauf, dass sein Zeugnis auf Firmenbriefbogen und in einheitlicher Maschinen- bzw. Computerschrift daherkommt. Sonst darf er ein neues Zeugnis verlangen (Az. 5 AZR 182/92).

Personal und Arbeitsrecht aktuell

Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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