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Nutzen sie diese Übersicht der sieben Zeugnis-Bausteine, damit Sie wissen, wie Sie Zeugnisse an Ihre Mitarbeiter formal korrekt strukturieren. So...

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Lassen Sie die Schlussformulierung in einem Arbeitszeugnis einfach entfallen!

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Arbeitsrecht Arbeitszeugnis

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir haben einem Arbeitnehmer nach einem Diebstahl fristlos gekündigt. Vor dem Arbeitsgericht haben wir dann einem Vergleich zugestimmt. Jetzt verlangt der Arbeitnehmer ein Zeugnis und am Schluss sollen wir bestätigen, dass das Arbeitsverhältnis einvernehmlich beendet wurde. Müssen wir das?

Die Frage: Wir haben einem Arbeitnehmer nach einem Diebstahl fristlos gekündigt. Vor dem Arbeitsgericht haben wir dann einem Vergleich zugestimmt. Jetzt verlangt der Arbeitnehmer ein Zeugnis und am Schluss sollen wir bestätigen, dass das Arbeitsverhältnis einvernehmlich beendet wurde. Müssen wir das?

Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein Arbeitszeugnis

Die Antwort: Jeder Ihrer Arbeitnehmer, also selbst Aushilfen, haben nach § 109 Abs. 1 Gewerbeordnung einen Anspruch auf ein Zeugnis. Wie bei vielen anderen Ansprüchen auch ist aber Voraussetzung, dass Ihr Arbeitnehmer Sie zur Zeugniserteilung auffordert. Verlangt er ein einfaches Zeugnis, nehmen Sie neben dem Namen nur die Art und Dauer des Beschäftigungsverhältnisses auf. Bei einem qualifizierten Zeugnis kommen noch Bewertung der Leistung und Führung hinzu.

Die Schlussformel ist für ein Arbeitszeugnis natürlich besonders wichtig

Grundsätzlich hat Ihr Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein befriedigendes Zeugnis. Schlechtere Bewertungen haben Sie zu beweisen. Das wirkt sich auch in der Schlussformulierung aus. Eine typisch befriedigende Schlussformulierung könnte folgendermaßen lauten: „Der Arbeitnehmer scheidet auf eigenen Wunsch aus unserem Unternehmen aus. Wir danken ihm für seine Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

Verzichten Sie auf die Schlussformulierung im Arbeitszeugnis

In Ihrem Fall empfehle ich Ihnen, auf eine Schlussformulierung ganz zu verzichten. Sie sind nämlich gesetzlich nicht dazu verpflichtet, das Arbeitszeugnis mit Formulierungen abzuschließen, in denen Sie Ihrem ehemaligen Arbeitnehmer für die gute Zusammenarbeit danken und ihm für die Zukunft alles Gute wünschen oder ähnliches. So hat es auch das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 20.02.2001, Az.: 9 AZR 44/00, bereits entschieden. Lassen Sie die Schlussformulierung einfach weg.

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Egal ob es um brandneue Urteile der Arbeitsgerichte geht, die für Sie als Arbeitgeber, als Führungskraft oder als Personalverantwortlicher von Bedeutung sind oder zum rechtssicheren Umgang mit Abmahnungen, Zeugnissen, Kündigungen. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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