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Nutzen sie diese Übersicht der sieben Zeugnis-Bausteine, damit Sie wissen, wie Sie Zeugnisse an Ihre Mitarbeiter formal korrekt strukturieren. So...

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Schnell-Check: Wie gut ist das Arbeitszeugnis eines Bewerbers wirklich?

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Von Günter Stein,

Verdeckte Hinweise, Lücken im Lebenslauf, Betonen von Selbstverständlichkeiten … Es gibt viele Möglichkeiten, Informationen in einem Zeugnis zu verstecken. Möchten Sie bei der Bewerberauswahl ein glückliches Händchen haben, ist es wichtig, diese Signale zu enttarnen. Der folgende Schnell-Check hilft Ihnen dabei:

 

Schnell-Check Bewerberzeugnis

Zeugnischeck

ja

nein

Bedeutung, wenn der Punkt mit „Nein“ beantwortet wurde

Die Zeugnisbestandteile sind vom Umfang her ungefähr gleich gewichtet.

Das auffällige Hervorheben von Selbstverständlichkeiten, wie z. B. Pünktlichkeit oder Fleiß, deutet darauf hin, dass die übrigen Leistungen bzw. das Verhalten des Mitarbeiters zu wünschen übrig ließen.

Der ehemalige Arbeitgeber bescheinigt dem Bewerber mindestens befriedigende Leistungen.

Schlechter bewertete Bewerber sollten Sie nicht berücksichtigen, auf jeden Fall aber im Vorstellungsgespräch besonders kritisch unter die Lupe nehmen.

Bei der Bewertung des Verhaltens sind Vorgesetzte, Kollegen, und ggfs. Kunden genannt.

Fehlt hier eine Aussage zu einer dieser Personengruppen, spricht dies dafür, dass das Verhalten gegenüber diesem Personenkreis nicht korrekt war.

Es findet sich eine Aussage zum Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Fehlt hier eine Aussage oder endet das Arbeitsverhältnis zu einem „krummen“ Datum, deutet dies auf eine fristlose Kündigung, zumindest aber auf Streitigkeiten hin.

Am Ende des Zeugnisses dankt der Arbeitgeber dem Mitarbeiter und bedauert seinen Weggang.

Fehlt diese Dankes- und Bedauernsformel, ist dies ein Indiz dafür, dass man sich nicht im Einvernehmen getrennt hat.

Das Zeugnis enthält gute Wünsche für die Zukunft des ausscheidenden Mitarbeiters.

Fehlen diese Wünsche, spricht dies für Konflikte.

Im Schlusssatz wird dem Mitarbeiter nicht für die Zukunft Gesundheit gewünscht.

Wünscht der Arbeitgeber dem ausscheidenden Mitarbeiter für die Zukunft Gesundheit, deutet dies darauf hin, dass der Mitarbeiter häufig krank war.

Das Zeugnis ist vom Vorgesetzten oder Geschäftsführer/Inhaber unterschrieben.

Ist nicht erkennbar, wer der Autor des Zeugnisses ist, kommen Zweifel auf, ob nicht vielleicht eine Kollegin, die zu den Leistungen der Mitarbeiterin nicht viel sagen kann, das Zeugnis ge- und unterschrieben hat.

Ausstellungsdatum stimmt mit dem Ende des Arbeitsvertrages überein.

Liegt zwischen der Ausstellung des Zeugnisses und der Beendigung des Arbeitsverhältnisses viel Zeit, kann das ein Hinweis auf eine gerichtliche Auseinandersetzung um den Inhalt des Zeugnisses sein. Auch dann ist dieses mit Vorsicht zu genießen.

Fazit: Konnten Sie bei den meisten Punkten „Ja“ ankreuzen, können Sie davon ausgehen, dass Sie einen Bewerber vor sich haben, der an seiner vorherigen Arbeitsstelle einen ordentlichen Job gemacht hat. Haben Sie bei mehreren Punkten „Nein“ angekreuzt, sollten Sie noch einmal den Gesamteindruck des Zeugnisses auf sich wirken lassen und sehr genau überlegen, ob es sich wirklich lohnt, diesen Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen.

 

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