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Nutzen sie diese Übersicht der sieben Zeugnis-Bausteine, damit Sie wissen, wie Sie Zeugnisse an Ihre Mitarbeiter formal korrekt strukturieren. So...

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Warum das Wörtchen „stets“ im Zeugnis so furchtbar wichtig ist

5 4 Beurteilungen

Von Günter Stein,

Da liegt es vor Ihnen - das Bewerberzeugnis. Sie lesen: „Er hat die ihm übertragenen Arbeiten zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.“ „Na prima“, denken Sie. „Den schau ich mir mal an. Der scheint gut zu sein!“

 

Wirklich?
Auf den ersten Blick sagt diese Bewertung aus, dass man mit allen Arbeiten des Mitarbeiters voll zufrieden war. Was will man mehr? Hier muss es sich um einen guten Mitarbeiter handeln. Dumm nur:
Mit dieser Bewertung liegen Sie jedoch falsch. Dieser Bewerber ist nur Durchschnitt. Es ist nach der Zeugnissprache eine befriedigende Beurteilung.
Eine gute Beurteilung würde nämlich lauten: „Er hat die ihm übertragenen Arbeiten stets zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt.“
Und eine sehr gute Beurteilung sieht so aus: „Er hat die ihm übertragenen Arbeiten stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.“
Nur das hinzugefügte Wort „vollsten“ ergibt hier die sehr gute Bewertung.
Ergebnis: Nur zwei kleine Wörter, nämlich „stets“ und „vollsten“, machen aus einem durchschnittlichen Mitarbeiter eine Spitzenkraft.

 

Doch der Trick mit dem Weglassen greift noch weiter:
Passen Sie auf, wenn Ihnen Arbeitszeugnisse vorgelegt werden, in denen Sie Aussagen zur Leistung oder zu wesentlichen Eigenschaften des Bewerbers erwarten und diese gänzlich fehlen. Dies ist ein deutlicher Hinweis auf einen schlechten Bewerber.
Zeugnisaussteller lassen nämlich Aussagen über Leistungen oder für die Arbeit wesentliche Eigenschaften einfach weg, wenn sie nicht mehr positiv ausgedrückt werden können.
Beispiele für fehlende wichtige Eigenschaften:

  • Bei leitenden Angestellten muss das Arbeitszeugnis Aussagen über die Loyalität, aber auch Aussagen über die Führungsqualitäten enthalten.
  • Bei Kassiererinnen gehören Aussagen über die Ehrlichkeit in ein Arbeitszeugnis.
  • Bei Berufskraftfahrern muss eine Aussage über seine Zuverlässigkeit im Arbeitszeugnis enthalten sein.

Tipp:
Fehlen Angaben zur Loyalität, Ehrlichkeit oder Zuverlässigkeit, sollten Sie in einem Vorstellungsgespräch unbedingt nachfragen und die noch offenen Fragen klären!

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