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Nutzen sie diese Übersicht der sieben Zeugnis-Bausteine, damit Sie wissen, wie Sie Zeugnisse an Ihre Mitarbeiter formal korrekt strukturieren. So...

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Wichtige Frage, oft übersehen: Wer bestimmt eigentlich den Zeugnistext?

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Von Günter Stein,

Es ist einhellige Rechtsprechung, dass es allein Sache von Ihnen als Arbeitgeber ist, das Zeugnis sprachlich zu gestalten, also die Formulierungen selbst zu wählen – natürlich jeweils im Rahmen der rechtlichen Vorgaben (vgl. etwa BAG, 16.10.2007, 9 AZR 248/07).

 

Das bedeutet zugleich, dass ein Arbeitnehmer, der trotz Anforderung zunächst kein Zeugnis erhalten hat, den Arbeitgeber nicht gleich auf Erteilung eines Zeugnisses mit bestimmten Formulierungen verklagen kann. Vielmehr kann er seinen Klageantrag zunächst nur darauf richten, den Arbeitgeber zur Erteilung eines Arbeitszeugnisses zu verurteilen.
Allerdings wurde zwischenzeitlich auch entschieden, dass das Recht des Arbeitgebers, das Zeugnis allein nach seinen Vorstellungen zu formulieren, unter bestimmten Umständen eingeschränkt sein kann: So ist die Verurteilung zur Abgabe eines Zeugnisses mit bestimmten Formulierungen etwa dann zulässig, wenn der Arbeitgeber von sich aus kein den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Zeugnis erteilt hat.

 

Und das ist auch sinnvoll: Denn könnte man den Arbeitgeber nicht doch irgendwann zu bestimmten Formulierungen verurteilen, wäre er theoretisch in der Lage, die Erteilung eines Zeugnisses durch immer neue, nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Formulierungen beliebig zu verzögern (LAG Hamburg, 6.12.2007, 8 Sa 51/07). Und das soll nicht sein.

Empfehlung:

Achten Sie als Arbeitgeber von vornherein darauf, dass Sie nur geeignete und gängige Zeugnisformulierungen verwenden. So minimieren Sie nicht nur das Risiko eines Zeugnisrechtsstreits; Sie reduzieren auch die Gefahr, dass Ihnen das Gericht letztlich Formulierungen vorschreibt, die Sie von sich aus niemals verwenden würden.

Tipp:
Halten Sie daneben noch die wichtigsten Formalien ein. So bekommt
Ihr Mitarbeiter dann das Zeugnis, das er verdient, und Sie als Arbeitgeber setzen sich nicht der Gefahr eines langwierigen und nervenaufreibenden Zeugnisrechtsstreits aus.

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