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Nutzen sie diese Übersicht der sieben Zeugnis-Bausteine, damit Sie wissen, wie Sie Zeugnisse an Ihre Mitarbeiter formal korrekt strukturieren. So...

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Zeugnis nachträglich verschlechtern? Lieber nicht?

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Frage: Eine ehemalige Mitarbeiterin will, dass wir Ihr Zeugnis verbessern. Es sind tatsächlich ein paar kleinere Rechtschreibfehler drin. In dem Zeugnis bescheinigen wir aber auch sehr gutes Leistungsverhalten. Eigentlich ist das aber übertrieben und wir überlegen, ob wir das nicht gleich auch berichtigen sollten. Was meinen Sie?

 

Eine Arbeitnehmerin hatte von ihrem Arbeitgeber ein qualifiziertes Arbeitszeugnis erhalten. In dem Zeugnis wurde ihr Verhalten als „stets einwandfrei“ bezeichnet. Wegen eines Rechtschreibfehlers und der falschen Angabe ihres Geburtsortes hatte die Mitarbeiterin das Zeugnis dem Arbeitgeber mit der Bitte um Korrektur zurückgereicht. Dieser stellte zwar ein neues korrigiertes Zeugnis aus. In diesem war das Verhalten der Arbeitnehmerin aber nur noch mit „einwandfrei“ bezeichnet. Die Mitarbeiterin verlangte insoweit die Änderung in die ursprüngliche Formulierung. Der Fall landete vor Gericht.

 

Die Klage der Arbeitnehmerin hatte vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) Erfolg. Der Arbeitgeber sei bei der Korrektur des Arbeitszeugnisses an den bisherigen, von der Arbeitnehmerin nicht beanstandeten Zeugnistext gebunden gewesen (BAG, Urteil vom 21.06.2005, Az. 9 AZR 352/04).
Achtung:
Eine Ausnahme greift nur dann, wenn Ihnen nach der Zeugniserteilung Umstände bekannt geworden sind, die die Leistung oder das Verhalten des Arbeitnehmers in einem neuen Licht erscheinen lassen und deshalb das Zeugnis in den nicht beanstandeten Punkten grob unrichtig machen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie nachträglich feststellen, dass Ihr ehemaliger Mitarbeiter im Betrieb gestohlen hat. Dann können Sie das Zeugnis sogar widerrufen und ein neues erteilen, bei welchem Sie der Wahrheitspflicht nach Ihrem jetzigen Kenntnisstand Rechnung tragen.

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