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Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall: Haben Sie hieran gedacht?

 

Von Günter Stein,

Ein Mitarbeiter ist krankgeschrieben. Sie leisten Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Doch wie viel müssen Sie zahlen?

Wie viel Sie Ihrem Mitarbeiter zahlen müssen, richtet sich grundsätzlich nach dem Bruttoentgelt, das er innerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit erzielt hätte (§ 4 Abs. 1 EFZG). Zum fortzuzahlenden Entgelt gehören insbesondere Leistungen wie Gefahren-, Nacht-, Sonntags- oder Feiertagszuschläge und laufende Sachleistungen, wie z. B. freie Unterkunft.
Wichtig:
Überstunden gehören nicht zum fortzuzahlenden Arbeitsentgelt, ebenso wenig wie Leistungen für Aufwendungen, die nur bei einer tatsächlichen Arbeitsleistung entstehen, etwa eine Schmutzzulage (§ 4 Abs. 1a EFZG).

So berechnen Sie die fortzuzahlende Vergütung:

Bekommt Ihr Mitarbeiter ein festes Monatsgehalt, zahlen Sie das Gehalt einfach durchgehend weiter. Endet die Entgeltfortzahlung im Laufe des Monats und ist Ihr Mitarbeiter weiter arbeitsunfähig, erhält er in diesem Monat nur ein anteiliges Gehalt. Dazu teilen Sie das Monatsgehalt durch die Zahl der Arbeitstage in diesem Monat und multiplizieren diesen Tagesverdienst mit der Anzahl der Arbeitstage, für die Entgeltfortzahlung zu leisten ist.

Bezieht Ihr erkrankter Mitarbeiter hingegen einen Stundenlohn, werden die wegen Arbeitsunfähigkeit ausgefallenen Stunden mit dem Stundenlohn multipliziert. Bei schwankenden Arbeitszeiten nehmen Sie die letzten Abrechnungsmonate (etwa drei) als Richtgröße. Anhand derer ermitteln Sie z. B. den durchschnittlichen Lohn pro Arbeitstag.

Achtung:

Arbeitet Ihr Mitarbeiter in Wechsel- und Freischichten, dann bleiben die Freischichten bei der Entgeltfortzahlung unberücksichtigt.
Tipp: Werfen Sie unbedingt einen Blick in Ihre Tarifverträge. Hieraus können sich andere Berechnungsweisen ergeben, die Sie als tarifgebundener Arbeitgeber einhalten müssen. 

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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