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Pflegezeit: Wer darf pflegen? Wer kann gepflegt werden?

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Urheber: klickerminth | Fotolia

Von Arno Schrader,

Die folgenden Voraussetzungen müssen sowohl für Ansprüche Ihrer Mitarbeiter auf kurzzeitige Freistellung oder Pflegezeit als auch für eine Familienpflegezeit vorliegen.

Pflegezeit: Für wen die Regelungen gelten

Die Vorschriften des Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetzes gelten für alle Beschäftigten (§ 7 Abs. 1 PflegeZG). Dazu gehören insbesondere auch

  • Teilzeit- oder befristete Beschäftigte,
  • Auszubildende,
  • leitende Angestellte,
  • arbeitnehmerähnliche Personen, insbesondere Heimarbeiter.

Es ist also unerheblich, ob das Beschäftigungsverhältnis noch nicht lange besteht (keine Wartezeit) oder der Mitarbeiter nur Aushilfe ist!

Wer alles „naher Angehöriger“ ist

Grundvoraussetzung jeder (Familien-) Pflegezeit ist die Pflegebedürftigkeit eines nahen Angehörigen Ihres Beschäftigten. Diesen Kreis zieht das Gesetz sehr weit. Dazu gehören auch:

  • Eltern, Großeltern, Schwiegereltern, Stiefeltern
  • Ehegatten, Lebenspartner oder Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft
  • Eigene Geschwister und deren Ehegatten oder Lebenspartner
  • Geschwister des Ehegatten oder Lebenspartners
  • Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder (auch des Ehegatten oder Lebenspartners)
  • Schwiegerkinder und Enkelkinder

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Wann Pflegebedürftigkeit vorliegt

Pflegebedürftig ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung für Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens für voraussichtlich mindestens 6 Monate in erheblichem Maße der Hilfe bedarf (§§ 14, 15 Sozialgesetzbuch XI). Diese Voraussetzung erfüllen alle Personen, bei denen der Medizinische Dienst der Krankenversicherung eine Pflegestufe (von I–III) feststellt.

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