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Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Allerdings nur für den, der selbst Urlaub hat. Für Sie als Personalverantwortlichen ist Urlaub...

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Die 3 häufigsten Probleme mit Mitarbeitern, wenn es um Urlaub geht

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Von Günter Stein,

- hier sind sie: 1. Mitarbeiter geht eigenmächtig in Urlaub Im Bundesurlaubsgesetz heißt es, dass bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs die Wünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen sind (§ 7 Abs. 1 S. 1 BUrlG). Daraus lässt sich eindeutig ableiten: Ohne Ihre Zustimmung geht es nicht – Sie sind schließlich der Chef.

 

Oder anders herum:
Ihr Mitarbeiter kann nicht nach Gutdünken in Urlaub gehen, ohne Sie zu fragen und Ihre Zustimmung eingeholt zu haben. Ein Selbstbeurlaubungsrecht gibt es nicht. Dies gilt selbst dann, wenn Sie als Arbeitgeber den Urlaub vielleicht irrtümlich verweigert haben. Ihr Arbeitnehmer muss seinen Urlaubsanspruch dann notfalls gerichtlich geltend machen. Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein hat hierzu ausgeführt:
Eigenmächtiger Urlaubsantritt berechtigt nicht nur zur ordentlichen, sondern auch zur außerordentlichen Kündigung, wenn der Arbeitnehmer trotz Urlaubsverweigerung seitens des Arbeitgebers den Urlaub gleichwohl antritt (LAG Schleswig-Holstein, 20. 2. 1997, 4 Sa 510/96, ARST 1997, 161).

2. Wenn es ein paar Tage mehr sein sollen

Will ein Mitarbeiter seinen Urlaub verlängern, darf er dies ebenfalls nur mit Ihrer Zustimmung tun. Sie müssen den Urlaub bei entgegenstehenden betrieblichen Belangen auch dann nicht gewähren, wenn Ihr Mitarbeiter auf Lohnfortzahlung verzichtet, also unbezahlten Urlaub nehmen will.

 

3. Krank im Urlaub

Wenn einer Ihrer Mitarbeiter in seinem Urlaub krank wird, verlängert sich sein Urlaub nicht automatisch um die Krankheitstage. Zwar wird die Arbeitsunfähigkeit nicht auf den Urlaub angerechnet, Ihr Mitarbeiter kann den Urlaub also später nachholen – allerdings nur nach einem neuen Urlaubsantrag.
Was sonst noch für Sie wichtig ist: Grundsätzlich hat eine im Ausland erteilte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung denselben Beweiswert wie eine im Inland ausgestellte. Dieser Wert kann aber erschüttert sein, wenn Ihr Arbeitnehmer in den letzten Jahren wiederholt zum Ende des Urlaubs erkrankt ist. Dann können Sie von Ihrem Mitarbeiter einen zusätzlichen Nachweis der Arbeitsunfähigkeit verlangen. Bis zur Vorlage des AU-Nachweises dürfen Sie die Lohnzahlung zurückhalten. Und das sollten Sie vorsorglich auch tun.

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