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Nach der Elternzeit zurück in die den Job – geht das einfach so?

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Arbeitsrecht Urlaubsanspruch

Von Günter Stein,

Die Frage: Sie schilderten gestern, dass eine Arbeitnehmerin vorzeitig aus der Elternzeit zurückkommen kann, wenn die Vertretung, die für sie eingestellt wurde, damit einverstanden ist. Ich habe noch ergänzende Frage:Achtung:

Die Frage:

Sie schilderten gestern, dass eine Arbeitnehmerin vorzeitig aus der Elternzeit zurückkommen kann, wenn die Vertretung, die für sie eingestellt wurde, damit einverstanden ist. Ich habe noch ergänzende Frage:

  1. Bleibt denn der Arbeitsplatz auf jeden Fall erhalten?
  2. Was, wenn die Arbeitnehmerin nach der Elternzeit nur noch in Teilzeit arbeiten will?
  3. Was passiert, wenn der Betrieb umgezogen ist?
  4. Verfällt der Resturlaub nach der Babypause?

Ich weiß, dass sind viele Fragen. Aber diese sind gerade sehr dringlich für uns.

Die Antworten:

1. Bleibt denn der Arbeitsplatz auf jeden Fall erhalten?

Ja. Während der Babypause einer Mutter (maximal drei Jahre) bleibt ihr Arbeitsplatz erhalten. Denn: Das Arbeitsverhältnis ruht, und es besteht Kündigungsschutz. Einzige Einschränkung: Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet einer Mitarbeiterin nach der Elternzeit den gleichen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen, den sie vor der Babypause hatte. Fazit: Der Wiedereinstieg ins Unternehmen ist gesichert – aber es kann eine andere Tätigkeit in Frage kommen.

2. Was, wenn die Arbeitnehmerin nach der Elternzeit nur noch in Teilzeit arbeiten will?

Wer nach der Elternzeit lieber in Teilzeit arbeiten möchte, sollte das mit dem Arbeitgeber rechtzeitig klären – und zwar, bevor die Elternzeit abgelaufen ist. Der Grund: Es besteht für Frauen, die aus der Elternzeit kommen, kein gesetzlicher Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit. Insofern kann ein solcher Wunsch vom Arbeitgeber auch mit dem Hinweis auf betriebliche Gründe abgewiesen werden. Dringende Gründe sind hierfür nach § 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz nicht erforderlich.

Achtung:

Nach Ablauf von 6 Monaten kann die Arbeitnehmerin einen neuen Antrag stellen. Dann aber sind – wie bei allen anderen Arbeitnehmern auch – zur Ablehnung dringende betriebliche Gründe erforderlich.

Ein schriftlicher Antrag auf Teilzeit muss übrigens spätestens drei Monate vorher gestellt werden.

3. Was passiert, wenn der Betrieb umgezogen ist?

Hat eine Firma einen Betriebsteil, in dem eine Mitarbeiterin vor der Babypause tätig war, inzwischen an einen anderen Standort verlegt, müsste im Arbeitsvertrag ein neuer Arbeitsort vereinbart werden (ein Kündigungsgrund ist das nicht!). Allerdings besteht auch kein Anspruch darauf, dass eine Mutter nach der Babypause im Stammbetrieb (etwa weil sie diesen besser erreichen kann) beschäftigt wird.

4. Verfällt der Resturlaub nach der Babypause?

Werdende Mütter schaffen es oft nicht, den gesamten Urlaub zu nehmen, bevor sie in den Mutterschutz gehen. Dieser Resturlaub verfällt nicht – auch dann nicht, wenn die Elternzeit drei Jahre dauert. Doch Achtung: Wann er nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz genommen werden kann, muss mit dem Arbeitgeber vereinbart werden – dazu gibt es keine Regelung im Bundesurlaubsgesetz!

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