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Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Allerdings nur für den, der selbst Urlaub hat. Für Sie als Personalverantwortlichen ist Urlaub...

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Resturlaub – Was Sie wirklich gewähren müssen

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Arbeitsrecht Urlaubsanspruch

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir haben mal wieder etliche Arbeitnehmer, die ihren Urlaub aus 2008 nicht aufgebraucht haben. Nun will mein Chef wissen, ob wir diese Ansprüche wirklich alle übertragen müssen. Wie ist die Rechtlage?

Die Frage: Wir haben mal wieder etliche Arbeitnehmer, die ihren Urlaub aus 2008 nicht aufgebraucht haben. Nun will mein Chef wissen, ob wir diese Ansprüche wirklich alle übertragen müssen. Wie ist die Rechtlage?

Die Antwort: Am Jahresende oder bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben viele Arbeitnehmer noch Resturlaub auf ihrem Urlaubskonto. Dennoch gilt: Urlaubsübertragung ist Ausnahmefall!

Grundsätzlich ist der Urlaub im Kalenderjahr zu gewähren und zu nehmen, sonst verfällt er. Eine Übertragung des Urlaubs bis zum 31.03. des Folgejahres kommt nur in Betracht, wenn der Urlaubsgewährung betriebliche oder persönliche Gründe entgegenstanden (§ 7 Abs. 3 BUrlG). Wird der Urlaub auch in dieser Zeit nicht genommen, verfällt er.

Hinweis: Hier lohnt ein Blick in den einschlägigen Tarifvertrag. Dort sind oftmals abweichende Regelungen getroffen, wie beispielsweise ein verlängerter Übertragungszeitraum.

Gründe für Urlaubsübertragung

Es wird nur der Urlaub übertragen, der nicht gewährt oder genommen werden konnte. Aus Ihrer Sicht können betriebliche Gründe und auf Seiten des Arbeitnehmers persönliche Gründe die Urlaubsgewährung verhindern. Im Einzelnen können folgende Gründe zu einer Urlaubsübertragung ins Folgejahr führen:

1. dringende betriebliche Gründe:

  • fristgerechte Auftragserfüllung
  • personelle Engpässe in Saison –und Kampagnenbetrieben
  • Jahresabschlussarbeiten
  • krankheitsbedingte Ausfälle und daraus resultierende personelle Engpässe
  • vorrangige Urlaubsansprüche anderer Mitarbeiter

2. berechtigte persönliche Gründe

  • lang anhaltende Krankheit des Arbeitnehmers
  • Erkrankung naher Familienangehöriger
  • Übertragung erfolgt automatisch

Soweit die genannten Voraussetzungen vorliegen, erfolgt die Übertragung des Urlaubs kraft Gesetzes automatisch. Es ist keine weitere Erklärung des Arbeitgebers oder Arbeitnehmers notwendig. Der Resturlaub wird in den Übertragungszeitraum bis zum 31.03. des folgenden Jahres verschoben.

Tipp:

Eine Ausnahme macht das Gesetz für den Teilurlaubsanspruch. Dieser wird nur auf Verlangen des Arbeitnehmers übertragen. Dieses Verlangen muss der Arbeitnehmer noch im Urlaubsjahr stellen, andernfalls geht der Teilurlaubsanspruch ersatzlos unter.

Sonderfälle zur Urlaubsübertragung

Die eben geschilderte kurze Übertragungszeit bis zum 31.03. gilt in einigen gesetzlichen Sonderfällen nicht:

  • Bei schwangeren Arbeitnehmerinnen wird der Urlaub, der vor einem Beschäftigungsverbot bestanden hat, auf das gesamte Jahr, das nach dem Beschäftigungsverbot folgt, übertragen.
  • Kehrt der Mitarbeiter aus der Elternzeit zurück, kann er davor nicht mehr gewährten Urlaub während des laufenden und des nächsten Urlaubsjahrs beanspruchen.
  • Vergleichbare Regelungen gelten für Arbeitnehmer, die wegen Wehr- oder Ersatzdienstes ausgefallen sind.

 

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