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Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Allerdings nur für den, der selbst Urlaub hat. Für Sie als Personalverantwortlichen ist Urlaub...

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Urlaub: 31.3. - Die Alarmglocken läuten!

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Urlaubsanspruch, Resturlaub

Von Günter Stein,

Nächste Woche ist der 31.3. – und bei vielen Angestellten schrillen kurz vor diesem Datum die Alarmglocken: „Hab ich noch ein paar Tage Resturlaub aus 2009? Die muss ich jetzt dringend nehmen!“

Nächste Woche ist der 31.3. – und bei vielen Angestellten schrillen kurz vor diesem Datum die Alarmglocken:

„Hab ich noch ein paar Tage Resturlaub aus 2009? Die muss ich jetzt dringend nehmen!“

Kommen Mitarbeiter jetzt hektisch auf Sie zu und wollen die nächsten Tage Urlaub nehmen, müssen Sie nicht in jedem Fall den Urlaub gewähren. Denn:

Grundsätzlich muss der Urlaub in dem Kalenderjahr vollständig genommen werden, in dem der Urlaubsanspruch entstanden ist (§ 7 Abs. 3 Satz 2 Bundesurlaubsgesetz). Am Ende des Kalenderjahrs verfällt der Urlaubsanspruch ersatzlos.

Wann also kann überhaupt „alter“ Urlaub ins Folgejahr übertragen werden?

Das ist der Fall, wenn

  • Ihr Mitarbeiter aus betrieblichen Gründen seinen Urlaub nicht nehmen konnte. Das heißt: Es war so viel zu tun, dass der Betreffende unabkömmlich war bzw. Sie ihm verboten haben, seinen ganzen Urlaub zu nehmen;
  • der Betreffende aus persönlichen Gründen nicht in der Lage war, Urlaub zu nehmen. Das heißt in der Regel: Er war krankgeschrieben (in diesem Fall gilt bei langzeiterkrankten Arbeitnehmern seit 2009 eine Sonderregelung: Waren sie das ganze Jahr krankgeschrieben, verfällt ihr Urlaubsanspruch in Höhe des gesetzlichen Urlaubsanspruchs überhaupt nicht!);
  • Ihr Mitarbeiter Sie aus anderen Gründen ausdrücklich darum gebeten hat, seinen Urlaub teilweise übertragen zu dürfen, und Sie das genehmigt haben;
  • Ihr Mitarbeiter in Elternzeit bzw. in Mutterschutz ist; sein Resturlaub wird dann automatisch bis zum Ende der Elternzeit bzw. Mutterschutzfrist „aufgehoben“;
  • es eine entsprechende tarifvertragliche Regelung für Ihr Unternehmen bzw. Ihre Branche gibt.

Was passiert nun mit dem übertragenen Urlaub aus 2009?

Er muss bis zum 31.3.2010 gewährt und genommen werden. Urlaubstage, die nach diesem Datum noch übrig sind, verfallen ersatzlos. Die Lösung für Ihren Fall:

Sie können mitarbeiterfreundlich verfahren und ältere Urlaubstage auf der Liste stehen lassen. Dies sollten Sie mit den Mitarbeitern in diesem Fall einvernehmlich regeln. Aber: Stellen Sie am besten gleich klare Spielregeln für das Aufbrauchen des Resturlaubs und den Urlaub 2010 auf. Denn es kann schnell zu unangenehmen Problemen führen, wenn Ihre Mitarbeiter über Jahre hinweg große Urlaubsguthaben aufbauen.

Kann übriger Urlaub ausbezahlt werden?

Aus rechtlicher Sicht grundsätzlich nicht. Einzige Ausnahme: Ein Arbeitnehmer scheidet aus Ihrem Unternehmen aus und hat zum Stichtag noch nicht seinen ganzen Urlaub genommen.

In der Praxis gibt es allerdings immer wieder Lösungen, bei denen in beiderseitigem Einvernehmen der übrig gebliebene Urlaub ausbezahlt wird. Wenn Sie das tun wollen, sollten Sie damit aber immer bis zum 31.3. warten. Vor diesem Stichtag könnte der Betreffende nämlich trotz erfolgter Auszahlung auf der Einlösung seines Urlaubsanspruchs „in natura“ bestehen, Sie würden also unter Umständen doppelt leisten müssen.

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