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Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Allerdings nur für den, der selbst Urlaub hat. Für Sie als Personalverantwortlichen ist Urlaub...

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Urlaubsanspruch: Hier finden Sie Antworten auf die 5 wichtigsten Fragen

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Ausschnitt eines Uraubskalenders für das Jahr 2013
© Creatix - Fotolia.com

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Wenn Sie keine eigene Personalabteilung in ihrer Nonprofiteinrichtung haben, müssen Sie als Leiterin oder Leiter selbst wissen, wie viele Urlaubstage jedem Mitarbeiter zustehen. Nachfolgend finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zu dem Thema.

5 Fragen zum Urlaubsanspruch

1. Welche Mitarbeiter haben Anspruch auf Urlaub?

Jeder Mitarbeiter Ihrer Einrichtung hat Anspruch auf bezahlten Urlaub. Der Urlaubsanspruch bezieht sich laut Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) auf

  • Beschäftigte in Voll- und Teilzeit,
  • geringfügig Beschäftigte und
  • Auszubildende bzw. Praktikanten.

darüberhinaus haben auch „arbeitnehmerähnliche Personen“, also z. B. Honorarkräfte oder freie Mitarbeiter, die im Wesentlichen ausschließlich für Ihre Einrichtung arbeiten, einen Urlaubsanspruch.

2. Wie viele Werktage beträgt der gesetzliche Mindesturlaub? 

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage. Das entspricht exakt 4 Wochen, da der Samstag üblicherweise als Werktag gilt. Ist die Arbeitszeit der Mitarbeiter Ihrer Einrichtung nicht auf alle Werktage einer Woche verteilt (also einschließlich Samstag), müssen Sie den Urlaubsanspruch in Arbeitstage umrechnen. 

Dabei hilft Ihnen folgende Formel: (24 Werktage : 6-Tage-Woche) x 5 Arbeitstage =20 Arbeitstage Urlaub pro Jahr

Übrigens: (Minderjährige) Auszubildende und Schwerbehinderte haben einen höheren Mindesturlaub.

3. Wie lange muss das Arbeitsverhältnis für einen Urlaubsanspruch bestehen?

Bevor Sie zur Gewährung des gesetzlichen Urlaubs verpflichtet sind, muss das Arbeitsverhältnis mindestens einen Monat bestehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Arbeitsverhältnis am 01.02., 04.03. oder 15.04. beginnt.

Beispiel: Sie stellen befristet vom 01.–21.04. eine Aushilfe ein. Das  Arbeitsverhältnis besteht genau 3 Wochen. Der Mitarbeiter hat daher keinen Urlaubsanspruch. Wäre der Vertrag bis zum 01.05. befristet, würde der Mitarbeiter einen Urlaubsanspruch erwerben.

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4. Wann erwirbt ein Mitarbeiter den vollen Urlaubsanspruch?

Nach einer Wartezeit von 6 Monaten seit Beginn des Arbeitsverhältnisses hat der Mitarbeiter Anspruch auf den vollen Jahresurlaub. Der volle Jahresurlaub entsteht jedes Jahr mit Beginn des Kalenderjahres neu. Der Urlaubsanspruch für das Jahr bleibt auch bestehen, wenn ein Mitarbeiter in der 2. Jahreshälfte aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Beispiel: Eine seit 3 Jahren in Ihrer Einrichtung beschäftigte Mitarbeiterin beendet das Arbeitsverhältnis zum 01.08.2016. Damit hat sie Anspruch auf den vollen Jahresurlaub für das Jahr 2017 und nicht nur einen Teilurlaubsanspruch.

Hinweis: Wenn Sie einen neuen Mitarbeiter einstellen, sollten Sie sich auf jeden Fall eine Urlaubsbescheinigung des alten Arbeitgebers vorlegen lassen. Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, eine solche Bescheinigung auszustellen. Sie verhindern damit Doppelansprüche.

5. Wie verfahren Sie bei Neueinstellungen in der 2. Jahreshälfte?

Wenn Sie einen Mitarbeiter nach dem 30. Juni einstellen, hat er einen Anspruch auf Teilurlaub. Antreten kann er den Urlaub allerdings erst dann, wenn die 6-monatige Wartezeit abgelaufen ist. Das bedeutet: Stellen Sie einen Mitarbeiter zum 01.10. ein, erwirbt er für jeden Monat einen Anspruch auf Teilurlaub. Das ist für jeden vollen Monat 1/12 des von Ihnen gewährten Jahresurlaubs. Der Mitarbeiter kann diesen Urlaub dann aber erstmals am 01.04. des Folgejahres antreten.

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