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Urlaubsanspruch: Urlaub 2009 - Das gilt bei Krankmeldungen aus dem Ausland

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Arbeitsrecht Urlaubsanspruch

Von Günter Stein,

Es kommt immer mal wieder vor. Ein Mitarbeiter ist im Urlaub – und dann wird erkrank. Schließlich ist auch im Urlaub niemand davor gefeit zu erkranken. Ist die Krankheit so ausgeprägt, dass sie eine Arbeitsunfähigkeit mit sich bringt, müssen Sie in der Urlaubskartei die entsprechenden Tage wieder gutschreiben.

Es kommt immer mal wieder vor. Ein Mitarbeiter ist im Urlaub – und dann wird erkrank. Schließlich ist auch im Urlaub niemand davor gefeit zu erkranken. Ist die Krankheit so ausgeprägt, dass sie eine Arbeitsunfähigkeit mit sich bringt, müssen Sie in der Urlaubskartei die entsprechenden Tage wieder gutschreiben.

Urlaubsanspruch: Wenn Mitarbeiter im Urlaub krank werden

Aber: Die betroffenen Mitarbeiter müssen im Fall einer solchen Arbeitsunfähigkeit Ihnen bzw. dem Arbeitgeber gegenüber die Erkrankung sofort anzeigen. Das ergibt sich aus § 5 des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EFZG). Als Nachweis der Arbeitsunfähigkeit dient dabei die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigu<wbr />ng des Arztes vor Ort. Doch diesen Bescheid sollten Sie genau prüfen.

Urlaubsanspruch: Krankschreibung aus dem Ausland ohne Beweiswert

Das Landessozialgericht (LSG) Nordrhein-Westfalen hat nämlich entschieden, dass eine ärztliche Bescheinigung, in der lediglich bestätigt wird, dass ein Mitarbeiter „erkrankt“ ist, nicht ausreicht (Az. L 11 KR 16/06). (Das gilt auch für Arbeitslose, die sich bei der Agentur für Arbeit „krankmelden“ müssen. ) Im zu Grunde liegenden Fall ging es um einen türkischen arbeitslosen Arbeitnehmer, der im Ausland erkrankt war. Doch erst nach seiner Rückkehr meldete er seine Arbeitsunfähigkeit. Das Attest seines Arztes aber wollte die Bundesagentur für Arbeit nicht anerkennen. Zu Recht, so die Richter. Denn eine „Krankschreibung“ aus dem Ausland hat keinen Beweiswert. Das Urteil betrifft auch Arbeitgeber. Die Spielregeln sind die gleichen. Das bedeutet: Bei der „Rückgutschrift“ der Urlaubstage brauchen Sie eine solche Meldung nur dann zu berücksichtigen, wenn zu erkennen ist, ob dem ausländischen Arzt der Unterschied zwischen Erkrankung und Arbeitsunfähigkeit bekannt und bewusst war.

Urlaubsanspruch: Das gilt, wenn Arbeitnehmer im Ausland erkranken

Wenn ein Arbeitnehmer im Ausland erkrankt, muss er Ihnen

  • die Arbeitsunfähigkeit,
  • deren voraussichtliche Dauer und
  • die Adresse am Aufenthaltsort

auf schnellstmöglichem Weg übermitteln (Telefon, Fax, E-Mail). Die durch die Mitteilung entstehenden Kosten kann er bei Ihnen geltend machen. Sie stellen einen steuer- und abgabenfreien Aufwendungsersatz dar. Wenn der arbeitsunfähig erkrankte Arbeitnehmer ins Inland zurückkehrt, muss er Sie bzw. seinen Vorgesetzten unverzüglich über seine Rückkehr informieren. Ist der Mitarbeiter gesetzlich krankenversichert, muss er auch seiner Krankenkasse gegenüber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich anzeigen.

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