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Urlaub ist bekanntlich die schönste Zeit des Jahres. Allerdings nur für den, der selbst Urlaub hat. Für Sie als Personalverantwortlichen ist Urlaub...

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Urlaubsplanung 2018: Urlaubssaison konsequent planen und Ärger vermeiden

 
Urlaub
Urheber: Marco2811 | Fotolia

Von Arno Schrader ,

Derzeit läuft die Urlaubsplanung in vielen Betrieben auf Hochtouren und ist jedes Jahr aufs Neue ein heikles Thema. Wenn es um die schönste Zeit des Jahres geht, denkt nämlich jeder Mitarbeiter erst einmal an sich. Doch Streit um die „besten“ Urlaubszeiten können Sie weitestgehend vermeiden, wenn Sie folgende Regeln und Tipps beachten.

1. Planen Sie die Urlaubsabwicklung frühzeitig

Mit einer frühzeitigen Urlaubsplanung vermeiden Sie Ärger. Fordern Sie spätestens zu Beginn des Jahres alle Mitarbeiter auf, sich mit ihren Urlaubswünschen in eine Urlaubsliste einzutragen. Meist einigen sich die Mitarbeiter bei Überschneidungen bereits untereinander. Vermerken Sie auf der Liste, dass mit dem Eintrag noch keine Genehmigung des Urlaubs verbunden ist, sondern diese erst auf dem späteren Urlaubsantrag erfolgt!

2. Lassen Sie unpassende Wünsche frühzeitig korrigieren

Stellen Sie fest, dass Sie bestimmte Urlaubswünsche nicht akzeptieren können, sollten Sie diese sofort wegen entgegenstehender betrieblicher Belange ablehnen. Schlagen Sie aber gleichzeitig einen anderen Urlaubszeitraum vor. In welchen Fällen Sie Urlaubswünsche aus betrieblichen Belangen ablehnen dürfen, können Sie in der Aufzählung in der linken Randspalte entnehmen.

3. Schaffen Sie bei Urlaubskollision sofort Klärung

Kollidieren die Urlaubswünsche einzelner Mitarbeiter, sollten Sie frühzeitig mit den betroffenen Arbeitnehmern klären, wer für den genannten Zeitraum am ehesten auf den Urlaub verzichten kann. Achtung! Besteht in Ihrem Betrieb ein Betriebsrat, hat dieser bei dieser Klärung mitzubestimmen (§ 87 Abs. 1 Nr. 5 Betriebsverfassungsgesetz).

4. Keine Einigung: So entscheiden Sie richtig

Können sich Ihre Mitarbeiter nicht einigen, müssen Sie als Arbeitgeber entscheiden.


  1. Prüfen Sie hierfür zunächst, wer im vergangenen Jahr wann Urlaub hatte.

  2. Anschließend entscheiden Sie nach sozialen Kriterien (schulpflichtige Kinder, Dauer der Betriebszugehörigkeit etc.), wer zurückstehen muss.

Wichtiger Hinweis: Hartnäckig hält sich der Irrglaube, dass derjenige, der den Urlaub zuerst beantragt hat, diesen auch gewährt bekommen muss. Das Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" kann zwar ein Anhaltspunkt sein. Ihre Entscheidung dürfen Sie aber nicht allein darauf stützen. Beachten Sie also vorrangig die sozialen Kriterien in der linken Randspalte!

Chefsache: Sie als Arbeitgeber gewähren den Urlaub!

Zwar sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, bei der Urlaubsgewährung die Wünsche Ihrer Mitarbeiter zu berücksichtigen. Haben diese

  • einen konkreten Urlaubsantrag gestellt und
  • stehen keine sachlichen Gründe entgegen,

ist der Urlaub grundsätzlich zu gewähren. Andererseits muss Ihren Mitarbeitern klar sein, dass Sie als Arbeitgeber für die Erteilung des Urlaubs zuständig sind. Der allgemeine Sprachgebrauch, "ich habe Urlaub genommen", ist insoweit irreführend. Urlaub wird nicht vom Arbeitnehmer genommen, sondern von Ihnen als Arbeitgeber gewährt! Das bedeutet auch: Lehnen Sie einen Urlaubsantrag zu Recht ab und erscheint der Mitarbeiter trotzdem nicht zur Arbeit, können Sie auf diese Selbstbeurlaubung - je nach den Umständen des Einzelfalls - möglicherweise schon mit einer fristlosen Kündigung reagieren.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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