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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Wie Sie Entgeltextras jetzt besonders günstig überlassen können

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Von Günter Stein,

Gutscheine, Kinderbetreuung oder Gesundheitsförderung: Viele Entgeltextras sind lohnsteuer- und beitragsfrei und damit eine günstige Alternative zu Entgelterhöhungen. Mitarbeiter erhalten die kleine Finanzspritze brutto gleich netto. Das gilt in vielen Fällen allerdings nur, wenn Sie die Entgeltextras zusätzlich zum geschuldeten Entgelt zahlen.

 

Was das bedeutet, war bisher umstritten. Die Sozialversicherungsträger haben mit einem Besprechungsergebnis klargestellt, was „zusätzlich zum geschuldeten Entgelt“ sozialversicherungsrechtlich bedeutet.

Sozialversicherung folgt Lohnsteuer

Das Bundesfinanzministerium (BMF) legte vergangenes Jahr fest: Unternehmen dürfen ihren Mitarbeitern einen Anspruch auf Entgeltextras einräumen und die Lohnsteuer hier dennoch pauschalieren bzw. diese lohnsteuerfrei belassen. Auch Lohnbestandteile, auf die ein Anspruch besteht, können „zusätzlich“ gezahlt werden. Allein die Entgeltumwandlung schadet (Gz.: IV C 5 - S 2388/11/10001-02, DOK 2013/0461548). Die Sozialversicherungsträger schließen sich in ihrem Besprechungsergebnis der Finanzverwaltung an. Das Besprechungsergebnis gilt seit dem 1.1.2014. Zusammen mit den Vorgaben der Finanzverwaltung haben Sie nun Rechtssicherheit im Hinblick auf die lohnsteuerliche und die beitragsrechtliche Behandlung von Entgeltextras. Es gilt Folgendes:

 

1. Hier ist „Zusätzlichkeit“ erforderlich

Für einige Entgeltextras dürfen Sie die Lohnsteuer pauschalieren (z. B. Erholungsbeihilfen), einige sind vollständig lohnsteuerfrei. Die Pauschalierungsmöglichkeit bzw. die Lohnsteuerfreiheit besteht in vielen Fällen aber nur dann, wenn das Entgeltextra zu dem Arbeitsentgelt hinzukommt, das Ihr Unternehmen dem Mitarbeiter bereits schuldet.
Beispiele: Betriebliche Gesundheitsmaßnahmen, Kinderbetreuung, Mahlzeiten, Fahrtkostenzuschüsse (nur Pauschalierung möglich), kostenlose oder vergünstigte Überlassung von Personalcomputern (nur Pauschalierung möglich), Zuschüsse für die Aufwendungen zur Internetnutzung (nur Pauschalierung möglich).
Ob die zusätzliche Leistung dann weiterhin auf freiwilliger Basis gezahlt wird oder dem Beschäftigten ein arbeitsvetraglicher Anspruch eingeräumt wird, ist unerheblich. Die Sozialversicherung schließt sich diesen Vorgaben bei der Frage an, ob die Entgeltbestandteile auch beitragsfrei sind.

2. Vorsicht: Entgeltumwandlung!

Entgeltumwandlung schadet aber weiterhin der Lohnsteuerfreiheit bzw. der Pauschalierungsmöglichkeit in den Fällen, in denen „Zusätzlichkeit“ Voraussetzung dafür ist. Entgeltumwandlung schadet außerdem immer der Beitragsfreiheit.

Beispiel:
Ein Mitarbeiter erhält ein Entgelt von 3.000 € monatlich. Er möchte pro Monat auf 50 € dieses Entgelts verzichten und diese als pauschaliert besteuerten Fahrtkostenzuschuss abrechnen lassen. Hier dürfen Sie aber nicht pauschalieren und den Fahrtkostenzuschuss auch nicht beitragsfrei belassen, da eine Entgeltumwandlung vorliegt.

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