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Hausfrauen als Aushilfe: Passen Sie bei diesem Punkt ganz schön auf!

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Aushilfe Hausfrauen

Von Günter Stein,

Hausfrauen werden gerne als Aushilfen eingesetzt. Doch da gibt es eine kleine, aber wichtige Grenze. Denn es macht einen Unterschied, ob die gute Hausfrau 155 € oder 155,01 € und mehr verdient.

Warum? Nun, der Reihe nach:

Wenn Sie eine Hausfrau als geringfügig beschäftigte Kraft einstellen, müssen Sie diese über die Möglichkeit informieren, auf ihre Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung zu verzichten. Durch den Verzicht auf die Versicherungsfreiheit zahlt Ihre Beschäftigte Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung – gewissermaßen als Ergänzung zu dem von Ihnen zu zahlenden Pauschalbeitrag. Dadurch werden nicht nur die Rentenansprüche erhöht, sondern Ihre Arbeitnehmerin erwirbt dadurch weitere Ansprüche, nämlich auf

  • vorgezogene Altersrente und
  • Rentenberechnung nach Mindesteinkommen.

 

Außerdem erwirbt Ihre Arbeitnehmerin 12 Pflichtbeitragsmonate pro Jahr, die im vollen Umfang bei den Wartezeiten sowie bei den sonstigen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen berücksichtigt werden.

Zählen Sie also Ihrer potenziellen Aushilfe die Vorteile einer versicherungspflichtigen Beschäftigung auf. Der Verzicht auf die Rentenversicherungsfreiheit muss Ihnen gegenüber schriftlich erklärt werden. Die Erklärung gilt aber nur für die derzeitige Beschäftigung. Wird das Arbeitsverhältnis beendet und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen, müssen Sie eine neue Verzichtserklärung erhalten. (Ein Muster erhalten Sie übrigens hier).

Verzichtet die Aushilfen-Hausfrau, kommt die 155-Euro-Grenze ins Spiel!

Die Höhe des Arbeitnehmerbeitrags beschränkt sich bei Arbeitsentgelten ab 155 € auf eine Ergänzung des pauschalen Arbeitgeberbeitrags für geringfügig Beschäftigte. Verzichtet Ihre Aushilfe bei einem Verdienst von monatlich 400 € auf die Versicherungsfreiheit, so zahlt sie selbst einen Betrag von 19,60 € im Monat (4,9 % von 400 €). Es handelt sich hierbei um die Differenz zwischen dem Pauschalbeitrag und dem vollen Beitrag. An der Höhe Ihrer Beitragspflicht als Arbeitgeber (15 % von 400 € = 60 €) ändert sich nichts.

Bei Arbeitsentgelten unter 400 € muss Ihre die Hausfrau den Arbeitgeberanteil bis zu einem Mindestbeitrag erhöhen. Dieser Mindestbeitrag wird auf der Basis von 155 € berechnet. Er beträgt demnach (19,9 % von 155 € =) 30,85 €. Ihre Arbeitnehmerin zahlt somit die Differenz zwischen dem pauschalen Arbeitgeberbeitrag und dem Mindestbeitrag von 30,85 €.

Beispiel: Bei einem Monatsverdienst von 50 € zahlen Sie als Arbeitgeber 15 % von 50 € = 7,50 €. Ihre Beschäftigte muss in diesem Fall einen Beitrag von 23,35 € übernehmen (19,9 % von 155 € = 30,85 € - 7,50 € Arbeitgeberbeitrag).

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