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JstG 2009: Das sollten Sie als Arbeitgeber von Teilzeitkräfte wissen

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Von Günter Stein,

Das Bundeskabinett hat im Juni 2008 den Entwurf des Jahressteuergesetzes 2009 beschlossen. Änderungen für Sie als Arbeitgeber ergeben sich insbesondere aus dem geplanten Faktorverfahren.

Ganz konkret sollten Sie sich bereits jetzt auf die folgenden Änderungen einstellen:

Gesundheitsextras auch für Ihre Aushilfen

Die Bedeutung der Gesundheitsförderung im Unternehmen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Deshalb will die Regierung nun Bestrebungen der Unternehmen honorieren, die Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten. Geplant ist es deshalb, Leistungen der Betriebe, die

  1. pro Mitarbeiter den Betrag von 500 € im Kalenderjahr nicht übersteigen
  2. und zusätzlich zum geschuldeten Arbeitsentgelt gezahlt bzw. erbracht werden
  3. und der betrieblichen Gesundheitsfürsorge (Sozialgesetzbuch Fünftes Buch, SGB V) dienen,

steuer- und sozialsfrei zu belassen.

Das bedeutet: Auch Ihren 400-€-Kräften können Sie diese Extras zukommen lassen, ohne dass dies zur Sozialspflicht des Beschäftigungsverhältnisses wegen Überschreitens der 400-€-Grenze führt. Unter die Steuerbefreiung sollen auch Barzuschüsse für extern durchgeführte Maßnahmen fallen.

Teilzeitkräfte: Keine Steuerbefreiung für Fitnessstudio-Beiträge

Achtung: Für die Übernahme von Mitgliedsbeiträgen in Fitnessstudios wird es keine Steuerbefreiung geben.

Zu den Leistungen, die Mitarbeiter nach der neuen Regelung steuer- und sozialsfrei erhalten können, zählen beispielsweise:

  1. Maßnahmen zur Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter Belastungen des Bewegungsapparats Beispiel: Wirbelsäulengymnastik
  2. Gewährung einer gesundheitsgerechten betrieblichen Gemeinschaftsverpflegung
  3. Maßnahmen gegen Suchtmittelkonsum Beispiel: Raucherentwöhnungskurse Neues Abzugsverfahren für Ehegatten

Nach der aktuellen Rechtslage erhalten Ehegatten, die beide Arbeitsentgelt beziehen und nicht getrennt leben, beide die Steuerklasse IV. Auf Antrag können sie Steuerklasse III in Kombination mit Steuerklasse V wählen. Das geplante so genannte Faktorverfahren soll eine Alternative zu diesem Verfahren bieten: Beide Ehegatten erhalten die Steuerklasse IV. Zusätzlich kann die steuermindernde Wirkung des Ehegattensplittings bereits beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden. Dies soll durch einen Faktor geschehen, den das Finanzamt mathematisch ermittelt. Das Verfahren wird nicht zwingend sein und soll erstmals 2010 angewandt werden können. Alle bisherigen Steuerklassen sollen daneben erhalten bleiben.

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