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Krankheit während der Altersteilzeit

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Lohn Gehalt Altersteilzeit

Von Günter Stein,

Die Frage: Wir haben in unserem Unternehmen verschiedene Altersteilzeitmodelle. Nun möchte ein Arbeitnehmer von mir wissen, wie sich eine Krankheit in der Arbeitsphase auswirkt. Können Sie helfen?

Die Frage: Wir haben in unserem Unternehmen verschiedene Altersteilzeitmodelle. Nun möchte ein Arbeitnehmer von mir wissen, wie sich eine Krankheit in der Arbeitsphase auswirkt. Können Sie helfen?

Wenn ein Arbeitnehmer während der Altersteilzeit arbeitsunfähig krank wird

Die Antwort: Altersteilzeit (ATZ) gibt es noch immer, auch wenn es keine gesetzliche Förderung seit Januar 2010 mehr gibt. Meistens wird ATZ in Form des Blockmodells vereinbart. Arbeitnehmer arbeiten während einer gewissen Zeit vor Eintritt in den Ruhestand voll, erhalten dabei aber beispielsweise nur 70% ihres Gehalts. Im Anschluss werden sie bis zum Erreichen des Ruhestands freigestellt; erhalten aber weiter die 70% ihres früheren Gehalts. Probleme gibt es immer, wenn ein Arbeitnehmer während der Arbeitsphase arbeitsunfähig krank wird. Einen entsprechenden Fall hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Düsseldorf geklärt (Urteil vom 02.12.2009, Az.: 14 Sa 811/09):

Arbeitnehmer erkrankte in Altersteilzeit während der Arbeitsphase

Ein Arbeitnehmer hatte ein Altersteilzeitmodell vereinbart. Dieses sah eine 2,5 Jahre andauernde Arbeitsphase vor. Danach sollte sich eine ebenso lange Freistellungsphase anschließen. Während der Arbeitsphase erkrankte der Arbeitnehmer allerdings wiederholt für länger als 6 Wochen. Eine vertragliche Regelung sah vor, dass er die Hälfte des Zeitraums, in dem er Krankengeld bezog, nacharbeiten musste. Diese Zeiten verlangte der Arbeitgerber und forderte vom Arbeitnehmer, dass er diese Regelung einhielte. Dadurch verschob sich der Beginn der Freistellungsphase nach hinten. Darin sah der Arbeitnehmer eine Benachteiligung und klagte.

Verpflichtung zur Nacharbeit bei Krankheit in Altersteilzeit

Das Gericht entschied zu Gunsten des Arbeitgebers. Ein Arbeitnehmer spare in der Arbeitsphase ein Guthaben an. Dieses werde ihm grundsätzlich in der Freistellungsphase ausgezahlt. Sei ein Beschäftigter allerdings längere Zeit krank, erarbeite er sich kein Guthaben. Die Richter stellten ferner darauf ab, dass es für die entsprechenden Zeiträume an einer gesetzlichen Regelung fehle. Deshalb haben Arbeitgeber und Beschäftigter vertraglich vereinbart, dass eine Verpflichtung zur Nacharbeit besteht.

Fazit: Erkrankt ein Arbeitnehmer während der Arbeitsphase der Altersteilzeit, kann er bei Vorliegen einer entsprechenden vertraglichen Regelung zur Nacharbeit verpflichtet sein.

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