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So umgehen Sie die Diskriminierungsfalle bei Teilzeitkräften

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Lg Aushilfe 06 S

Von Günter Stein,

Ein Arbeitgeber darf seine teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandeln als einen vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer. So regelt es § 4 Absatz 1 Satz 1 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG).

Sie müssen deshalb bei der Abrechnung von teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmern darauf achten, dass:

  • das Arbeitsentgelt oder eine andere geldwerte Leistung
  • mindestens in dem Umfang gewähren,
  • der dem Anteil seiner Arbeitszeit an der Arbeitszeit eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers entspricht (§ 4 Absatz 1 Satz 2 TzBfG).

Das Diskriminierungsverbot bezieht sich darüber hinaus auf alle weiteren Arbeitsbedingungen.

Wichtiger Hinweis!

Auch bei teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmern gilt eine wichtige Ausnahme. Eine ungünstigere Behandlung gegenüber vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern ist nämlich ausnahmsweise nur dann möglich, wenn sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen (§ 4 Absatz 1 Satz 1 2. Halbsatz TzBfG).

Tipp!

De Arbeitgeber kann aber selbst entscheiden, ob er teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmern einen bestimmten Vergütungsbestandteil in voller Höhe oder nur anteilig zukommen lässt.

Beispiel: Schicht- und Wechselschichtzulage bei Teilzeitarbeit

In Ihrem Betrieb gewährt der Arbeitgeber den Arbeitnehmern für Schichtarbeit eine Zulage in Höhe von 40 € monatlich und eine Wechselschichtzulage von 105 € monatlich. In diesem Fall kann der Arbeitgeber vereinbaren, dass diese Zulagen in voller Höhe auch den teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmern zugutekommen sollen.

Folge: Sofern er dies nicht will, können die teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer nicht automatisch die vollen Zulagen beanspruchen, sondern nur in dem Umfang ihrer individuellen Arbeitszeit (BAG, Urteil vom 24.09.2008, Aktenzeichen: 10 AZR 634/07).

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