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Teilzeitkräfte: Müssen wir freie Arbeitsplätze wirklich immer auch als Teilzeitarbeitsplatz ausschreiben?

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Von Günter Stein,

Die Frage: „Müssen wir freie Arbeitsplätze wirklich immer auch als Teilzeitarbeitsplatz ausschreiben?“

Die Antwort: Wird bei Ihnen im Unternehmen ein Arbeitsplatz frei, dann sollten Sie das Thema Teilzeit auf jeden Fall im Hinterkopf haben. Denn das Gesetz bürdet Ihnen hier tatsächlich Pflichten auf, die Sie beachten sollten:

Teilzeitkräfte: Ausschreibung von Teilzeit ist Pflicht

Um das Angebot von Teilzeitarbeitsplätzen zu erhöhen, verpflichtet Sie der Gesetzgeber, einen Arbeitsplatz, den Sie öffentlich oder innerhalb Ihres Betriebs ausschreiben, auch als Teilzeitarbeitsplatz auszuweisen.

Tipp: Diese Verpflichtung müssen Sie dann nicht beachten, wenn sich der Arbeitsplatz nicht für eine Teilzeittätigkeit eignet. Die Entscheidung hierüber obliegt allein Ihnen als Arbeitgeber. Auch Ihr Betriebsrat kann nicht darüber mitbestimmen. Er hat hier nur ein Vorschlags-, Beratungs- und Erörterungsrecht (BAG, 10 BV 7/04).

Teilzeitkräfte: Wie Sie Streit mit dem Betriebsrat vermeiden

Extra-Tipp: Um unnötigen Streitereien – etwa mit dem Betriebsrat – aus dem Weg zu gehen, sollten Sie nachvollziehbare Gründe haben, wenn Sie eine Stelle nur als Vollzeitarbeitsplatz ausschreiben (etwa Ihre spezielle Organisationsstruktur, Arbeitsabläufe, Sicherheit im Betrieb etc.).

Teilzeitkräfte: Mitarbeiterwunsch ist zu beachten

Manchmal kommt ein Teilzeiter auch auf Sie zu und äußert den Wunsch, seine Arbeitszeit nach Dauer und/oder Lage zu verändern. Wird dann ein entsprechender Arbeitsplatz bei Ihnen frei, sollen Sie den Mitarbeiter hierüber informieren. Diese Pflicht ergibt sich aus § 7 Abs. 2 TzBfG. Es ist ja auch nicht schlecht, hier einen Mitarbeiter aus den eigenen Reihen zu rekrutieren: Sie sparen sich die lästige Suche und aufwendige Vorstellungsgespräche. Und letztlich ist es ja auch ein Kompliment an Sie, wenn ein Mitarbeiter sich durch den Wechsel von Teil- zu Vollzeit noch stärker an Sie binden möchte. Fragen Sie hier zur Sicherheit aber noch mal, ob Ihr Arbeitnehmer nur den Wunsch hat, seine Arbeitszeit zu ändern, oder ob er schon einen konkreten Antrag stellt. Denn der Antrag muss bestimmt genug sein, um ihn auch als solchen verstehen zu können (ArbG Mannheim, 6.5.2008, 8 Ca 313/07).

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