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Mitarbeiter Ihres Unternehmens, die zwischen 450,01 € und 850 € monatlich verdienen, befinden sich automatisch in der sogenannten Gleitzone. Für diese...

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Urlaubszeit 2012: Sparen Sie Steuern und Abgaben mit kurzfristig beschäftigten Aushilfen

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Von Gerhard Schneider,

Die Urlaubszeit steht vor der Tür. Wenn Sie Mitarbeiter beschäftigen, heißt das: Jetzt wird es höchste Zeit, sich um Aushilfskräfte zu kümmern, die einspringen, wenn Ihre Mitarbeiter in Urlaub sind. Dafür gibt es eine Lösung, mit der Sie möglichst viel an Steuern und Abgaben sparen.

 

Ihre Lösung heißt „kurzfristige Beschäftigung“ und bietet Ihnen eine Vielzahl von Vorteilen. Der wichtigste: Für kurzfristig Beschäftigte zahlen Sie keine Sozialabgaben!

Beachten Sie allerdings diese Anforderungen

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt dann vor, wenn Sie Ihre Aushilfe maximal 50 Tage oder 2 Monate im Jahr beschäftigen. Die Kurzfristigkeit muss sich durch die Eigenart der Beschäftigung ergeben oder im Voraus vertraglich festgelegt sein. Für diesen kurzfristig Beschäftigten müssen Sie den Arbeitslohn zwar versteuern – aber es fallen keine Sozialabgaben an (§ 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV).
Über den Kostenvorteil hinaus ist eine kurzfristige Beschäftigung für Sie aber auch deshalb günstig, weil das Arbeitsverhältnis befristet ist und damit automatisch zum festgelegten Zeitpunkt ausläuft.
Tipp: Und wenn Sie den kurzfristig Beschäftigten so gut gebrauchen konnten, dass Sie ihn nicht mehr gehen lassen wollen, können Sie ihn nach Ablauf des Jobs immer noch als 400-€-Kraft oder sozialversicherungspflichtig einstellen. Sozialversicherungsbeiträge fallen dann nicht rückwirkend, sondern erst ab der Umstellung an.

Doch Achtung!

Ihre eigenen, bereits in Ihrem Unternehmen beschäftigten sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter können Sie nicht als Aushilfen beschäftigen. Denn Sie dürfen einen eigenen Mitarbeiter nicht zusätzlich geringfügig in Ihrem Unternehmen beschäftigen, also weder im 400-€-Job noch kurzfristig. Und: Haben Sie eine 400-€-Kraft, darf auch diese nicht zugleich auch noch kurzfristig für Sie arbeiten.
Das heißt anders ausgedrückt: Fast jeden, der noch nicht für Sie arbeitet, können Sie hingegen kurzfristig beschäftigen, sofern er im laufenden Kalenderjahr bei anderen Arbeitgebern noch nicht 50 Tage oder 2 Monate kurzfristig beschäftigt war. Das gilt auch, wenn der Bewerber bei anderen Arbeitgebern eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung und/oder einen 400-€-Job ausübt.
Soll Ihre Aushilfe in der kurzfristigen Beschäftigung mehr als 400 € im Monat verdienen, gilt darüber hinaus noch eine Sonderregelung: Sie dürfen sie nur dann kurzfristig beschäftigen, wenn die Aushilfe die Tätigkeit nicht berufsmäßig ausübt. Das heißt nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts: Die Tätigkeit darf für den Lebensunterhalt nicht von großer Bedeutung sein.

 

Deshalb: Wollen Sie mehr als 400 € pro Monat zahlen, sollten Sie besser keine Aushilfen aus folgendem Personenkreis auswählen:

  • arbeitssuchend Gemeldete, Bezieher von Arbeitslosengeld
  • Wehr- oder Zivildienstleistende
  • eigene Mitarbeiter in Elternzeit oder während eines unbezahlten Urlaubs
  • Aushilfen, die zwischen einer abgeschlossenen Ausbildung und Studienbeginn bei Ihnen arbeiten

Solche Personen arbeiten berufsmäßig. Kurzfristig können Sie sie nur dann einstellen, wenn Sie ihnen nicht mehr als 400 € pro Monat zahlen.
Als nicht berufsmäßig wird dagegen die Tätigkeit von Aushilfen aus diesem Personenkreis eingestuft:

  • Hausfrauen, Studenten, Schüler und Altersrentner
  • Bezieher von Vorruhestandsgeld
  • Arbeitnehmer, die neben einer Hauptbeschäftigung bei anderen Arbeitgebern als Aushilfe für Sie tätig werden

Achten Sie auf die Zeitgrenze

Ihre Aushilfe darf bei Ihnen und anderen Arbeitgebern zusammengenommen in einem Kalenderjahr, also vom 1.1. bis zum 31.12., nicht mehr als 50 Tage oder 2 Monate kurzfristig beschäftigt arbeiten. Wann welche Grenze gilt, richtet sich danach, wie Sie die Arbeitszeiten gestalten:

  • Arbeitet die Aushilfe Vollzeit, also mindestens 5 Arbeitstage die Woche, gehen Sie von der 2-Monats-Grenze aus.
  • Kommt Ihre Aushilfe an weniger als 5 Tagen pro Woche, oder wechseln sich 5-Tage-Wochen mit Wochen ab, in denen Ihre Aushilfe an weniger als 5 Tagen arbeitet, zählt die Grenze von 50 Tagen im Jahr.

Nur wenn Sie wissen, ob und wie lange die Aushilfe in dem laufenden Jahr schon kurzfristig beschäftigt war, können Sie sie richtig einstufen. Lassen Sie sich die Zeiten von ihr schriftlich bestätigen, am besten im Arbeitsvertrag. Sind die Angaben der Aushilfe falsch, werden Sie dafür nicht belangt. Die Tätigkeit kann dann nur für die Zukunft in eine sozialversicherungspflichtige umgewandelt werden.

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