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Vorsicht: Bei Kurzzeit-Aushilfen droht erhöhter Krankenkassensatz

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Aushilfe

Von Günter Stein,

Stellen Sie einen als arbeitssuchend Gemeldeten als kurzfristige Aushilfe ein, können erhöhte Krankenkassensätze fällig werden.

Die Frage:

Wir wollen eine Mitarbeiterin, die sonst arbeitslos ist, für 3 Wochen als kurzfristig beschäftigte Aushilfe einsetzen und dachten eigentlich, dass das sozialabgabenfrei möglich sei. Nun informiert uns die Krankenkasse, dass hier nicht nur die regulären Sozialabgaben fällig werden, sondern auch noch ein erhöhter Krankenkassensatz. Wie kann das sein?

Die Antwort:

Die Auskunft der Krankenkasse ist richtig. Grundsätzlich sind kurzfristige Beschäftigungen von höchstens 2 Monaten oder 50 Arbeitstagen innerhalb eines Kalenderjahres sozialabgabenfrei. Die Lösung für Ihren besonderen Fall findet sich aber in den Geringfügigkeitsrichtlinien der Sozialversicherungsträger.

Dort heißt es:

„Üben Personen, die beschäftigungslos und bei der Arbeitsagentur für eine mehr als kurzfristige Beschäftigung als Arbeitsuchende gemeldet sind, eine Beschäftigung aus, so ist diese als berufsmäßig anzusehen und daher ohne Rücksicht auf ihre Dauer versicherungspflichtig, es sei denn, dass die (anteilige) Arbeitsentgeltgrenze von 400 € /Monat nicht überschritten wird.“ Sofern die Mitarbeiterin weiterhin als arbeitsuchend gemeldet ist, können Sie von Sozialversicherungsfreiheit nur ausgehen, wenn die Mitarbeiterin bei Ihnen höchstens 400 € /Monat verdient.

Hinzu kommt dann:

Da die Beschäftigung auf weniger als 4 Wochen befristet ist, hat die Mitarbeiterin keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Für diese Fälle gilt der erhöhte Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung. Im Gegenzug entfällt die Entgeltfortzahlungsumlage U1 (falls Sie am Umlageverfahren bei Arbeitsunfähigkeit teilnehmen). Die Mutterschaftsumlage U2 hingegen wird auch bei dieser kurzen Beschäftigungsdauer fällig.

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