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Was Ihr Mitarbeiter beim Antrag auf Teilzeit beachten muss

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Von Günter Stein,

Arbeitnehmer, die länger als 6 Monate im Unternehmen arbeiten, können einen Teilzeitwunsch geltend machen. Voraussetzung: In Ihrem Unternehmen arbeiten, regelmäßig – ohne die Auszubildenden – mehr als 15 Mitarbeiter (§ 8 Abs. 7 TzBfG). (Eine nur anteilige Berücksichtigung der Mitarbeiter, die bereits in Teilzeit arbeiten, erfolgt nicht.)

 

Ihr Mitarbeiter muss seinen Antrag an Sie als Arbeitgeber richten. Dieser Antrag ist zwar nicht zu begründen, aber eine Begründung erleichtert Ihre Entscheidung als Arbeitgeber.
Für den Antrag Ihres Mitarbeiters auf Teilzeitbeschäftigung gibt es keine Formvorschrift, das heißt, dass der Antrag auch mündlich gestellt werden kann.
Zu beachten ist, dass Ihr Mitarbeiter die gewünschte zukünftige Arbeitszeit konkret mit einem genauen Termin für deren Beginn angeben muss.
Beispiel: Herr Fischer teilt Ihnen als Arbeitgeber mit, künftig „so ungefähr 19,5 bis 25 Stunden“ arbeiten zu wollen. Folge: Mitteilungen wie „zwischen 19,5 und 25 Stunden“, „alsbald“ oder „zum nächstmöglichen Termin“ sind nicht hinreichend konkret und genügen nicht dem Bestimmtheitsgrundsatz (§§ 133, 157 BGB). Hier darf der Antrag von Ihnen abgelehnt werden.
Das Änderungsverlangen Ihres Mitarbeiters auf Reduzierung der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit muss so bestimmt formuliert sein, dass es nur noch mit einem einfachen „Ja“ von Ihnen angenommen werden kann.
Tipp: Als Arbeitgeber müssen Sie ferner daran denken, dass der Arbeitnehmer nicht nur die Verringerung, sondern auch die Verteilung der Arbeitszeit möglichst gleichzeitig verlangen sollte. Hat Ihr Mitarbeiter nichts zur Verteilung seiner Arbeitszeit in seinem Antrag gesagt, liegt die Verteilung in Ihren Händen als Arbeitgeber (§ 106 S. 1 GewO). Denn jetzt entscheidet allein Ihr Weisungsrecht als Arbeitgeber. Mögliche Verteilungswünsche
sind vom Mitarbeiter spätestens im Erörterungsgespräch vorzubringen (BAG, 23. 11. 2004, 9 AZR 644/03).

 

Ihr Mitarbeiter hat mit dem Antrag auf Arbeitszeitverringerung nach § 8 TzBfG aber nicht die Pflicht, Angaben darüber zu machen, wie die Arbeitszeit verteilt werden soll. Er kann dies aber im Erörterungsgespräch mit Ihnen nachholen.Und noch etwas ist zu beachten: Ihr Mitarbeiter hat bei der Neuverteilung der Arbeitszeit keinen eigenständigen Verteilungsanspruch. Falls aber Ihr Mitarbeiter neben seinem Verringerungswunsch auch eine bestimmte Verteilung geltend macht, müssen Sie als Arbeitgeber daran denken, dass nur ein einheitlicher Teilzeitantrag gestattet ist, der nur einheitlich von Ihnen angenommen oder abgelehnt werden kann (BAG, 23. 11. 2004, 9 AZR 644/03). Das heißt, dass Sie als Arbeitgeber z. B. nicht der Verringerung zustimmen, aber die wunschgemäße Verteilung ablehnen können.Beispiel: Herr Zweig hat einen Antrag auf Verringerung seiner Arbeitszeit gestellt. Allerdings hat er vergessen, auch die gewünschte Verteilung anzugeben. Folge: Als Arbeitgeber dürfen Sie die Lage der vereinbarten Arbeitszeit alleine festlegen. Das Recht gibt Ihnen Ihr Weisungsrecht als Arbeitgeber (§ 106 Satz 1 GewO). Das heißt konkret, dass Sie die verringerte Arbeitszeit unter Berücksichtigung der betrieblichen Erfordernisse verteilen dürfen.

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