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Mitarbeiter Ihres Unternehmens, die zwischen 450,01 € und 850 € monatlich verdienen, befinden sich automatisch in der sogenannten Gleitzone. Für diese...

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Wie Sie jetzt die 3 häufigsten Sonderfälle bei Mitarbeitern in der Gleitzone lösen

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Gleitzone Arbeitsentgelt Lohn Gehalt

Von Günter Stein,

Mitarbeiter in der Gleitzone haben es relativ gut. Mit ihrem Arbeitsentgelt zwischen 400,01 und 800 € haben sie ein vergleichsweise höheres Nettoentgelt als andere Arbeitnehmer. Die von Ihnen zu beachtenden Berechnungsregeln für solche Entgelte führen in der Praxis immer wieder zu Problemen – vor allem dann, wenn es um Sonderfälle geht. Die folgenden 3 Fälle aber lösen Sie zukünftig blitzschnell. Versprochen!Beispiel:Beispiel:

Gleitzone - Sonderfall 1:

Das Arbeitsentgelt liegt in einzelnen Monaten unter 400,01 €

Während einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist es möglich, dass Ihre Mitarbeiter für einzelne Monate ein Arbeitsentgelt unter 400,01 € erhalten. In diesen Fällen ermitteln Sie das beitragspflichtige Entgelt so:

Tatsächliches Arbeitsentgelt x Faktor (0,7585) = beitragspflichtiges Arbeitsentgelt

Beispiel:

Sie beschäftigen Stefan Basten in Ihrer Gebäudeverwaltung. Da er saisonal bedingt unterschiedlich lange arbeiten soll, haben Sie mit ihm für die Monate April bis September ein monatliches Arbeitsentgelt von 350 € vereinbart. In den Monaten Oktober bis März zahlen Sie ein Arbeitsentgelt von jeweils 600 €.

Im Jahresdurchschnitt beträgt das monatliche Arbeitsentgelt ((5 Monate x 600 €) + (7 Monate x 350 €) / 12 =)) 454,17 €. Die Beschäftigung ist damit sozialversicherungspflichtig.

So berechnen Sie die beitragspflichtigen Arbeitsentgelte:

  • April bis September: 350 € x 0, 7585 = 265,48 €
    In den Monaten April bis September berechnen Sie die Sozialabgaben von 265,48 €.
  • Oktober bis März: 1,2415 x 600,00 € – 193,20 € = 551,70 €
    In den Monaten Oktober bis März berechnen Sie die Sozialabgaben von 551,70 €.

 

Gleitzone - Sonderfall 2:

Das Arbeitsentgelt liegt gelegentlich über 800 €

Auch wenn das regelmäßige Arbeitsentgelt innerhalb der Gleitzone liegt, kommt es beim Überschreiten der 800-€-Grenze immer zur „normalen“ Beitragsberechnung. Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitragsanteile werden wie üblich vom tatsächlich erzielten Arbeitsentgelt ermittelt. Das gilt auch, wenn eine Einmalzahlung (z. B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld) Ursache für das Überschreiten der Grenze ist.

Gleitzone - Sonderfall 3:

Sie gewähren eine Einmalzahlung

Leisten Sie zusätzlich zum Gleitzonenentgelt eine Einmalzahlung, berücksichtigen Sie auch diese bei der Beitragsberechnung. Beträgt das Arbeitsentgelt maximal 800 €, nehmen Sie die Beitragsberechnung vom erhöhten Gleitzonenentgelt vor.

Beispiel:

Vera Trost erhält neben dem tatsächlichen Arbeitsentgelt von 350 € im Juni Urlaubsgeld in Höhe von 100 €.berechnen Sie jetzt die beitragspflichtigen Gleitzonenentgelte:

1,2415 x (350,00 € + 100 €) – 193,20 € = 365,48 €

Die Sozialabgaben sind von 365,48 € zu ermitteln.

Liegt das Entgelt inklusive der Einmalzahlung über 800 €, berechnen Sie die Beiträge wie bei jedem anderen Arbeitnehmer auch.

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