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Mitarbeiter Ihres Unternehmens, die zwischen 450,01 € und 850 € monatlich verdienen, befinden sich automatisch in der sogenannten Gleitzone. Für diese...

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Wie Sie Personalengpässe mit 400-€-Jobbern überbrücken

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400-€-Jobber Personalengpass

Von Günter Stein,

Nicht zu den Aushilfen zählen die 400-€-Kräfte Ihres Unternehmens. Doch auch diese Mitarbeiter können dazu beitragen, Personalengpässe ohne Zusatzkosten abzufangen: Indem sie Überstunden ableisten.Beispiel:Achtung:

Gerade Teilzeitkräfte im Niedriglohnbereich sind häufig froh, wenn sie mehr verdienen können. „Stopp!“, werden Sie jetzt denken, „ein Zusatzverdienst gefährdet die Versicherungsfreiheit“. Das stimmt aber nur bedingt. Wenn Sie die Überstunden geschickt regeln, darf die 400-€-Kraft ohne sozialversicherungsrechtliche Konsequenzen mehr verdienen.

Grundsätzlich gilt: Die auf 400-€-Basis beschäftigten Mitarbeiter Ihres Unternehmens dürfen 400 € monatlich verdienen und keinen Cent mehr. Nur wenn Sie diese Grenzen einhalten, erhält der Mitarbeiter brutto gleich netto. Für Sie ist es dann damit getan, dass Sie monatlich eine Pauschale von maximal 30 % des Entgelts (15 % Rentenversicherung, 13 % Krankenversicherung und gegebenenfalls 2 % Pauschalsteuer) an die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft- Bahn-See abführen.

Um festzustellen, ob die 400-€-Grenze überschritten wird, müssen Sie das gesamte Jahresentgelt durch 12 teilen. Erhält der Mitarbeiter also in einigen Monaten mehr als 400 €, muss er dafür in anderen entsprechend weniger verdienen.

Aber: Gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der 400-€-Grenze hat keine Auswirkungen auf die Entgeltgrenze. Als gelegentlich ist dabei nach den Geringfügigkeitsrichtlinien der Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger ein Zeitraum von bis zu 2 Monaten anzusehen. Die Überschreitung darf dabei von beliebiger Höhe sein.

Das bedeutet für Sie: Setzt Ihr Unternehmen eine 400-€-Kraft zum Beispiel als Urlaubsaushilfe verstärkt ein, darf dies nur mehr oder weniger ungeplant (also unvorhergesehen) und für maximal 2 Monate geschehen. Achten Sie auf diese beiden Kriterien, darf der Mitarbeiter in diesen 2 Monaten so viel verdienen, wie er will, ohne dass Sie hierfür im Jahresdurchschnitt einen Ausgleich schaffen müssen. Sie können den Beschäftigten weiterhin als 400-€-Kraft abrechnen.

Beispiel:

Ein Mitarbeiter befindet sich den ganzen August im Urlaub, ein anderer in derselben Abteilung wird krank. Eine 400-€-Kraft aus der Abteilung erklärt sich deshalb bereit, im August in Vollzeit zu arbeiten, und erhält deshalb für diesen Monat 2.000 €. Sie verliert ihren Minijobber-Status nicht.

Achtung:

Krankheit ist der klassische Fall des unvorhergesehenen Überschreitens schlechthin. Bei Urlaub könnte ein kritischer Prüfer da schon eher hellhörig werden. Wenn der Urlaub nur wenige Tage dauerte, weil z. B. ein Trauerfall in der Familie vorlag – kein Problem. Wenn es in einem größeren Unternehmen aber um die Vertretung während des Jahresurlaubs geht, ist das „Unvorhergesehen“ kaum gegeben.

Was Sie unbedingt vermeiden sollten

Nicht möglich ist es, die 400-€-Tätigkeit zu beenden und im Anschluss daran eine kurzfristige Beschäftigung sozialversicherungsfrei zu vereinbaren. Verdient der Mitarbeiter während seiner Aushilfstätigkeit mehr als 400 €, gehen die Sozialversicherungsträger davon aus, dass die 400-€-Beschäftigung mit einem erhöhten Entgelt fortgesetzt wird. In diesem Fall tritt Sozialversicherungspflicht ab Beginn der befristeten Beschäftigung ein.

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