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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Ab Betriebsveranstaltung Nr. 3 keine Steuervergünstigung mehr

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Von Günter Stein,

BFH, 16. 11. 2005, VI R 68/00\n\nVeranstalten Sie auch hin und wieder Betriebsfeiern? Wenn ja, dann wissen Sie, was hierbei für Kosten anfallen können.

BFH, 16. 11. 2005, VI R 68/00 Veranstalten Sie auch hin und wieder Betriebsfeiern? Wenn ja, dann wissen Sie, was hierbei für Kosten anfallen können.

Verköstigen Sie Ihre Mitarbeiter auf einem Betriebsfest oder übernehmen Sie die Kosten eines Betriebsausflugs, lassen Sie Ihren Mitarbeitern einen geldwerten Vorteil zukommen. Diesen müssten Sie grundsätzlich wie Arbeitslohn versteuern.

Aber: Halten sich Ihre Betriebsveranstaltungen in einem üblichen Rahmen, sind Ihre Zuwendungen lohnsteuerbefreit oder zumindest steuerbegünstigt.

Dies gilt aber nur, wenn Sie nicht mehr als 2 Betriebsveranstaltungen pro Jahr durchführen.

Ein Arbeitgeber machte in einem Jahr aber 4 Betriebsveranstaltungen. Das Finanzamt beurteilte deshalb die Zuwendungen bei 2 dieser Veranstaltungen als steuerpflichtigen Arbeitslohn und forderte die entsprechende Lohn- und Kirchensteuer nach.

Der Arbeitgeber klagte hiergegen und verlor letztlich vor dem Bundesfinanzhof:

Zuwendungen anlässlich von Betriebsveranstaltungen lägen zwar im eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers und seien deshalb auch kein Arbeitslohn – denn grundsätzlich fördern sie das Betriebsklima. Rechtlich anders sehe es aber aus, wenn der Arbeitgeber mehr als 2 Betriebsveranstaltungen pro Jahr durchführt. Denn dann stehe nicht mehr das eigenbetriebliche Interesse im Vordergrund, sondern die Belohnung der Arbeitnehmer.

Außerdem müssen Sie die folgenden 3 Punkte beachten, wenn Sie eine Steuerzahlungspflicht vermeiden wollen:

  • Nur allgemein zugängliche Betriebsveranstaltungen sind steuerbegünstigt.

Ihre Veranstaltung muss also grundsätzlich allen Arbeitnehmern offen stehen. Diese Kriterium ist auch erfüllt, wenn der Teilnehmerkreis zwar beschränkt ist, dies aber nicht als Ausgrenzung der anderen Kollegen verstanden werden kann.

Etwa eine Pensionärstreffen oder getrennte Feiern der Niederlassungen München-Ost und Fürstenfeldbruck.

  • Ihre Betriebveranstaltungen dürfen nicht den Rahmen des allgemein Üblichen sprengen.

Zum einen darf Ihre Feier nach dem zugrunde liegenden Programm kein derartiges Ausmaß annehmen, dass man nicht mehr von einer herkömmlichen Betriebsfeier oder einem üblichen Betriebsausflug sprechen kann.

Sie darf also weder ein Kurztrip in die USA sein noch eine ganze Woche dauern.

Und unter diesen Punkt gehört auch, dass Sie nur 2 Veranstaltungen pro Jahr durchführen sollten. Denn mehr als 2 sind ebenfalls mehr als allgemein üblich.

  • 110-€-Freigrenze

Wenn Ihre Ausgaben je Betriebsfeier pro Teilnehmer nicht mehr als 110 € (einschließlich Umsatzsteuer) betragen, sind Ihre Zuwendungen steuer- undsozialversicherungsfrei.

Bei der Kostenaufstellung müssen Sie aber sämtliche anfallende Positionen berücksichtigen, insbesondere

  • Saalmiete und Eintrittspreise,
  • Unterhaltungsprogramm und Künstlerspesen,
  • Kosten für Speisen und Getränke,
  • Beförderungs- und Übernachtungskosten etc.

 

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