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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Andere Beförderungsmittel als PKW: Diese Kosten können Sie lohnsteuerfrei übernehmen

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Reisekosten Lohnsteuer

Von Günter Stein,

Als Arbeitgeber dürfen Sie bei einer vorübergehenden beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit die Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel (z. B. Bahn, Bus, Taxi, Schiff und Flugzeug) einschließlich aller Zuschläge lohnsteuerfrei übernehmen bzw. erstatten.Beispiel:Beispiel:Tipp:

Übernehmen Sie die Kosten nicht oder nur teilweise, kann Ihr Arbeitnehmer seine Aufwendungen als Werbungskosten abziehen.

Entscheidend ist, welche Kosten tatsächlich entstehen. Abziehbar sind z. B. auch die Kosten für die 1. Klasse bei der Bahn oder für die Business-Class im Flugzeug.

Sie können Ihrem Mitarbeiter eine BahnCard 25, 50 oder 100 kostenlos überlassen bzw. ihm die Kosten dafür ersetzen. Diese Zuwendung ist lohnsteuerfrei, wenn Ihr Mitarbeiter die BahnCard ausschließlich betrieblich verwendet. Die kostenlose Überlassung ist aber auch dann lohnsteuerfrei, wenn Ihr Arbeitnehmer die BahnCard auch privat verwendet und die betriebliche Kostenersparnis höher ist als die Kosten für die BahnCard (Erlass des Finanzministeriums des Saarlandes vom 13.10.2004, Az. B/2-4-114/04- S 2334).

Beispiel:

Sie erwerben für Ihren Arbeitnehmer eine BahnCard 50 für 230 Euro. Ihr Arbeitnehmer unternimmt eine Geschäftsreise, bei der das Bahnticket ohne BahnCard 586 Euro kosten würde. Mit Einsatz der BahnCard kostet das Bahnticket nur 293 Euro, sodass bereits für die erste dienstliche Bahnfahrt eine Ersparnis von (293 Euro – 230 Euro =) 63 Euro eintritt.

Ergebnis: Da die Ersparnis höher ist als die Kosten der BahnCard, darf Ihr Arbeitnehmer die BahnCard im Übrigen auch für seine privaten Fahrten einsetzen, ohne dass Sie dafür bei ihm einen geldwerten Vorteil versteuern müssen.

Ist die Ersparnis für Sie nicht höher als die Kosten der BahnCard, muss Ihr Arbeitnehmer die gesamten Vorteile, die er durch die BahnCard hat, voll versteuern (o. a. Verfügungen der Oberfinanzdirektionen Münster und Rheinland).

Beispiel:

Sie erwerben für Ihren Arbeitnehmer eine BahnCard 100 für 3.800 Euro. Ihr Arbeitnehmer unternimmt während der Gültigkeitsdauer der BahnCard 100 Geschäftsreisen, bei denen er den Vorteil der BahnCard 100 nicht voll ausschöpft. Die Ersparnis liegt niedriger als die Kosten der BahnCard. Sie müssen deshalb die Aufwendungen, die Ihr Arbeitnehmer ohne BahnCard für seine privaten Fahrten gezahlt hätte, als geldwerten Vorteil versteuern.

Tipp:

Das Ergebnis ist nicht sachgerecht. M. E. sollte nur der nicht ausgeschöpfte betriebliche Vorteil beim Arbeitnehmer als Arbeitslohn versteuert werden. Wenn der Arbeitnehmer z. B. eine BahnCard 100 für 300 Euro nicht für betriebliche Fahrten ausgeschöpft hat, sollte auch nur der Betrag von 300 Euro als Arbeitslohn versteuert werden. In einer solchen Situation ist es sinnvoll, Einspruch und anschließend Klage zu erheben.

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