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Entgelterhöhungen gibt das Budget eines Unternehmens nicht immer her – zudem bleibt den Beschäftigten nach Abzug von Lohnsteuer und...

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Für diese Abgaben haftet der Arbeitgeber

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Lohn Gehalt Lohnsteuer

Von Günter Stein,

Der Arbeitgeber führt – über Sie als Entgeltabrechner - sämtliche Abgaben ab - auch den Arbeitnehmeranteil.

Und damit diese Aufgabe mit entsprechendem Nachdruck wahrgenommen wird, nimmt der Gesetzgeber den Arbeitgeber nicht nur in die Pflicht, sondern auch in die Haftung. „Sie führen ab, Sie haften“ – so könnte man es kurzfassen. Das gilt besonders bei der Lohnsteuer.

Konkret heißt das: Sie als Arbeitgeber haften für die Lohnsteuer, die

  • Sie für Ihre Arbeitnehmer einzubehalten und abzuführen haben,
  • Sie beim Lohnsteuerjahresausgleich zu Unrecht erstatten,
  • aufgrund fehlerhafter Angaben im Lohnkonto oder in der Lohnsteuerbescheinigung verkürzt wird.

An dieser Haftung ändert es auch nichts, dass letztlich der Arbeitnehmer der eigentliche Schuldner der Steuer ist! Führen Sie zu wenig Lohnsteuer ab, muss der Arbeitgeber die entsprechenden Beträge nachzahlen – plus Zinsen. Unter Umständen kann noch ein Bußgeld- bzw. Steuerstrafverfahren eingeleitet werden!

Andersherum gilt dann aber auch:

Zahlen Sie einmal zu viel, dann haben Sie gegenüber dem Finanzamt einen Erstattungsanspruch. Doch aufgepasst: Da Sie dann bei Ihren Arbeitnehmern zu viel Lohn einbehalten haben, können diese von Ihnen beziehungsweise dem Arbeitgeber Schadensersatz fordern.

Und wie sieht das bei den Sozialversicherungsbeiträgen aus?

Nach § 28e Abs. 1 und 4 SGB IV haften Sie auch für die Beiträge zur Sozialversicherung. Dies umfasst die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung. Dabei haften Sie sowohl für die Beiträge an sich als auch für etwaige Säumniszuschläge bei Verzögerungen. Führen Sie die Beiträge zur Sozialversicherung nicht bzw. nicht rechtzeitig ab, drohen Ihnen auch strafrechtliche Konsequenzen (§ 266a Abs. 1 StGB). Werden gar gefälschte Belege vorgelegt oder die Beiträge vorenthalten, um sich selbst zu bereichern, droht dem Arbeitgeber eine Haftstrafe von bis zu 10 Jahren (§ 266a Abs. 4 StGB). Dabei ist die Haftung nicht auf das Unternehmensvermögen beschränkt. Es kommt auch eine persönliche Haftung des Arbeitgebers in Frage!

Sie sehen – das Thema „Haftung“ ist nicht ohne. Das weiß auch der Arbeitgeber. Deshalb sehen Sie es ihm „gnädig“ nach, wenn er lieber einmal mehr, als einmal zu wenig nachfragt. Geduld ist schließlich die persönliche Stärke einer jeden Entgeltabrechnerin und eines jeden Entgeltabrechners …

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