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Jetzt einfach statt kompliziert: Was alles zum Bruttolistenpreis beim Dienstfahrzeug gehört

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Dienstwagen Bruttolistenpreis

Von Günter Stein,

In der Praxis führt die Frage bei der Versteuerung eines Dienstwagens mittels der 1%-Regelung „Was zählt alles zum Bruttolistenpreis?“ immer wieder zu Diskussionen.

Wenn ein Arbeitnehmer ein Fahrzeug von der Firma gestellt bekommt und dies auch privat nutzen darf, stellt die Privatnutzung einen geldwerten Vorteil dar, der versteuert werden muss. Um die Höhe des geldwerten Vorteils zu ermitteln, gibt es zwei Möglichkeiten: Der Arbeitnehmer führt ein Fahrtenbuch und errechnet daraus den exakten Anteil der auf die Privatfahrten entfallenden Kosten. Oder er versteuert pauschal 1 % des Bruttolistenpreises monatlich.

In der Praxis führt die Frage „Was zählt alles zum Bruttolistenpreis?“ immer wieder zu Diskussionen.

Beispiel:

Herbert Krankl berät häufig Kunden in deren Wohnung. Deswegen haben Sie ihm seit 1.4. ein Firmenfahrzeug zur Verfügung gestellt. Das Fahrzeug wurde neu bestellt und hat einen Bruttolistenpreis von 38.000 €. Der Pkw ist mit einem fest installierten Navigationssystem ausgestattet, das einen Preis von 2.045 € hat. Der Aufpreis für ein Autotelefon einschließlich Freisprecheinrichtung beträgt 950 €. Jahreszeitbedingt haben Sie zusätzlich einen Satz Winterreifen zum Preis von 800 € bestellt. Alle Preise sind bereits in den 38.000 € enthalten.

Zur Ermittlung des geldwerten Vorteils rechnen Sie so:

Bruttolistenpreis gesamt: 38.000 €
Autotelefon mit Freisprecheinrichtung 950 €
Winterreifen 800 €
verbleibende Bemessungsgrundlage 36.250 €
abgerundet auf volle 100 € 36.200 €

Ergebnis: Herr Krankl versteuert 1 % von 36.200 €, das sind monatlich 362 €.

Variante 2

Sie haben für Herrn Krankl den Dienstwagen ohne ein Festeinbau-Navigationssystem bestellt. Der Bruttolistenpreis beträgt jetzt nur noch (38.000 € – 2.045 € =) 35.955 €. Sie stellen Herrn Krankl stattdessen zusätzlich ein portables Navigationsgerät zur Verfügung. Die Anschaffungskosten hierfür betrugen 299 €.

Das mobile Navigationsgerät ist nicht fest im Fahrzeug eingebaut. Es ist jederzeit unabhängig vom Fahrzeug nutzbar. Es zählt deshalb nicht zum steuerlichen Bruttopreis. Sie rechnen jetzt wie folgt weiter:

Auto 35.955 €
Autotelefon mit Freisprecheinrichtung 950 €
Winterreifen 800 €
verbleibende Bemessungsgrundlage 34.205 €
abgerundet auf volle 100 € 34.200 €

Herr Krankl versteuert monatlich 1 % von 34.200 € = 342 €.

Tipp: Sollten Sie in einem Fahrzeug nachträglich Sonderausstattungen wie etwa ein Navigationsgerät fest einbauen lassen, werden die Kosten hierfür bei der Berechnung des geldwerten Vorteils mitgerechnet.

Die folgende Checkliste zeigt die Zurechnung von Pkw-Zubehör zum Bruttolistenpreis:

Zurechnung zum Bruttolistenpreis

Pkw-Zubehör ja nein
Antiblockiersystem X  
irbag X  
Autoradio X  
Autotelefon   X
Diebstahlsicherung X  
Klimaanlage X  
Mehrwertsteuer X  
Fest eingebautes Navigationsgerät X  
Preisnachlass X  
Standheizung X  
Überführungskosten   X
Winterreifen mit Felgen (zusätzlich zur Normalberreifung)   X

Tipp: Kosten für den Kfz-Brief sowie die Zulassungs- und Überführungskosten sind nicht in den Bruttolistenpreis einzubeziehen, weil sie nicht zu den eigentlichen Kosten für den Erwerb des Fahrzeugs gehören.

 

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