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Lohnabrechnung: Abrechnung von Arbeitgeberdarlehen vereinfacht

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Von Günter Stein,

Gewähren Sie einem Mitarbeiter ein zinsloses oder verbilligtes Darlehen, ist der damit verbundene geldwerte Vorteil für den Mitarbeiter steuer- und beitragspflichtig.

Lohnabrechnung: Differenz zum Marktzins entscheidend

Dabei ergibt sich der geldwerte Vorteil aus der Differenz zwischen dem bei Vertragsschluss maßgeblichen Marktzins und dem Zins, den der Mitarbeiter zahlt. Doch wie ermitteln Sie den Marktzins?

Hier haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Die neue einfache Möglichkeit: Sie nutzen das allgemein zugängliche Internetangebot einer Direktbank und werten den hier genannten Zins für Darlehen mit vergleichbaren Bedingungen als Marktzins (Finanzministerium NRW, Erlass vom 23.1.2008, S 2334 –31–V B 3).
  2. Der umständliche Weg: Sie nutzen die von der Bundesbank veröffentlichten Effektivzinssätze als Marktzins.

Lohnabrechnung: Vier Prozent Abschlag vom Effektivzins erlaubt

Diese sind nachzulesen unter www.bundesbank.de/statistik/statistik_zinsen_tabellen.php in der Rubrik „EWU-Zinsstatistik (Bestände, Neugeschäft)“. Dabei sind die zuletzt vor Abschluss des Darlehensvertrags veröffentlichten Effektivzinssätze unter „Neugeschäft“ maßgeblich. Von dem hier abgelesenen Effektivzins dürfen Sie – anders als vom Zins einer Direktbank – einen Abschlag von 4% vornehmen.

Lohnabrechnung: Geldwerter Vorteil unter 44 Euro/Monat ist steuerfrei

Tipp 1: Die von den Direktbanken angegebenen Zinssätze dürften in vielen Fällen unter den Zinssätzen der Bundesbank liegen. Damit dürfte es zu verschmerzen sein, dass Sie bei den Direktbanken keinen Zinsabschlag von 4 % vornehmen dürfen.

Tipp 2: Wenn der geldwerte Vorteil des Darlehens höchstens 44€/Monat beträgt, können Sie ihn auch als steuer- und beitragsfreien Sachbezug gemäß § 8 Abs. 2 EStG behandeln, sofern die 44-€-Grenze nicht durch Zusammenrechnung mit anderen Sachbezügen (z.B. Benzingutscheinen) überschritten wird (BMF-Schreiben vom 13.6.2007, IV C 5 – S 2334/07/0009).

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